Gegen Chinas Einfluss: USA werben für Waffenverkäufe

Washington hat seinen Spitzendiplomaten, der die Waffenverkäufe überwacht, zur Singapore Airshow geschickt. Auch China ist dort stark vertreten. Peking beschuldigt die USA, ein Wettrüsten einzuleiten, da sie ihre Verkäufe in Asien intensivieren und um Einfluss wetteifern.

Die Trump-Regierung hat ihren Spitzendiplomaten geschickt, der die Waffenverkäufe während der Singapore Airshow überwachen soll. Dabei versucht Washington, die südostasiatischen Nationen zu beruhigen, dass es immer noch starke Sicherheitsinteressen in der Region habe und bestrebt sei, den Chinesen mehr Rüstungsverkäufe zu entreißen, schreibtAsia Times.

Die stellvertretende Staatssekretärin für politisch-militärische Angelegenheiten, Tina Kaidanow, die in die Festlegung der US-Verteidigungsstrategien involviert ist, brachte als Teil ihres Verkaufsmanövers zwei F-35B-Superjäger mit auf die Airshow. Mehr als 150 US-Firmen sind auf der Messe vertreten, die als Asiens größte Ausstellung für Luft- und Raumfahrt sowie Rüstung gilt und Anfang diese Woche eröffnet wurde.

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China, das um Großaufträge aus Ländern wie Malaysia, Thailand und den Philippinen wirbt, ist ebenfalls stark vertreten. In den letzten Jahren ist Peking zur Quelle einer Reihe von preiswerten Waffen und anderen Verteidigungsgütern geworden. Dazu ist von Panzern über Flugzeuge bis hin zu Fregatten alles dabei.

Kaidanow erzählte gegenüber Journalisten in einem Telefonbriefing, dass ihr Team "alles tun würde, was wir können", um südostasiatische Regierungen dazu zu ermutigen, von den USA hergestellte Waffen wie den F-35-Jet zu kaufen und zwar bei einem kühlen Preis von 95 Millionen US-Dollar das Stück, während sie gleichzeitig versuchte, die Vorstellung zu zerstreuen, dass der US-amerikanische Einfluss in Asien auf dem Rückzug sei.

Sie betonte, dass die USA im Rahmen der neuen nationalen Sicherheitsstrategie von Trump, die darauf abzielt, dem Aufstieg Chinas entgegenzuwirken, ihre Präsenz im Indopazifikraum verstärken und die Verteidigungszusammenarbeit mit Nationen mit gemeinsamen regionalen Sicherheitsinteressen erhöhen würden.

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Kaidanow sagte, dass sie sich mit Beamten aus Japan, Kanada, Singapur und mehreren südostasiatischen Nationen treffen werde, um Waffenkäufe zu besprechen, und fügte hinzu, dass südostasiatische Länder den Kauf von US-Waffen "nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch wegen des regionalen Gleichgewichts" in Erwägung ziehen sollten.

Seitdem Trump sein Land aus der Trans-Pazifik-Partnerschaft zurückzog und erklärte, dass er sich auf innenpolitische Fragen konzentrieren werde, kam es immer wieder zu Fragen über das Engagement der USA in Südostasien. Die entsprechende Initiative "Buy American" wurde als ein weiterer Angriff auf den globalen Freihandel gesehen.

Der Kauf US-amerikanischer Waffen stellt einen großen Teil dieses Programms dar. Washington, der größte Waffenlieferant der Welt, verkaufte im Geschäftsjahr 2017 Waffen im Wert von 24 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2016 lag die Zahl noch bei 31 Milliarden US-Dollar.

Peking beschuldigt Washington, ein gefährliches Wettrüsten zu schüren, indem es seine Marketingaktivitäten intensiviere und gleichzeitig um Einfluss wetteifere.