Digitaler Getreidehandel: Kasachstan und China rufen gemeinsame Plattform ins Leben

Astana und Peking wollen Getreidegeschäfte über eine eigens dafür geschaffene Online-Plattform abwickeln. Die Unternehmen könnten potenzielle Partner nun direkt kontaktieren und Verträge ohne Vermittler abschließen, gibt Kasachstans Landwirtschaftsministerium bekannt.

Kasachstan und China haben eine gemeinsame digitale Plattform für den Handel mit Getreide und Agrarprodukten gegründet. Dies ist einer Pressemitteilung des kasachischen Ministeriums für Landwirtschaft vom Samstag zu entnehmen. Wie es heißt, sei das erste greifbare Ergebnis dessen der Abschluss eines Vertrags über die Lieferung von 24.000 Tonnen Öllein.

"Das neue digitale Tool ermöglicht es Unternehmen aus beiden Ländern, Handelsgeschäfte online abzuwickeln, direkt mit potenziellen Partnern zu kommunizieren und Geschäfte ohne zusätzliche Zwischenhändler abzuschließen."

Der Geschäftsverkehr könne entweder im Rahmen von Wettbewerbsverfahren oder in Form direkter Verhandlungen abgewickelt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Es seien offene Auktionen, freihändige Vergabe sowie Transaktionen nach Vereinbarung und zu einem Festpreis vorgesehen.

Das kasachisch-chinesische Projekt wurde demnach auf der Grundlage der staatlichen Plattform für den digitalen Getreidehandel der Volksrepublik China geschaffen, die rund 50.000 landwirtschaftliche Betriebe vereint. Als Betreiber fungiere das Koordinierungszentrum für den Getreidehandel der chinesischen Nationalen Finanzaufsichtsbehörde (NFRA).

Zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Transparenz der Abläufe würden Mechanismen für Garantien, Online-Abrechnungen, unabhängige Kontrollen und Streitbeilegung bereitgestellt.

"Dies sollte Exportgeschäfte effizienter und vorhersehbarer machen, auch im Hinblick auf die Preisgestaltung."

Laut Nasgul Chatepowa, der stellvertretenden Landwirtschaftsministerin Kasachstans, sind bereits 35 kasachische Unternehmen auf der gemeinsamen digitalen Handelsplattform registriert.

In der Anfangsphase werde mit Getreide und Ölsaaten sowie mit Pflanzenöl und Fett- und Ölprodukten gehandelt, so die Beamtin. In Zukunft könne die Produktliste unter Berücksichtigung der Nachfrage auf dem chinesischen Markt erweitert werden.

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