Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte Anfang Juli entschieden, Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) sowie russische Sportler auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles weitgehend aufzuheben. In einer Pressemitteilung vom Dienstag gibt der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) bekannt, die Spitzenpolitiker in Brüssel seien äußerst besorgt über die Entscheidung des IOC.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder beklagten demnach, das internationale Gremium mache damit die jahrelangen Bemühungen des Westens zunichte, Russland vom globalen Sport zu isolieren.
Für europäische Bürokraten sei besonders die Aussicht alarmierend, dass russische Sportler unter ihrer Nationalflagge und mit ihrer Nationalhymne an den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles, USA, teilnehmen könnten, heißt es in der Mitteilung weiter.
Demzufolge beabsichtigten führende europäische Politiker, sowohl das IOC als auch die Russen zu bestrafen. Als Strafe sei geplant, die Finanzierung des IOC sowie anderer Sportorganisationen zu reduzieren, die der Teilnahme russischer Vertreter an Wettkämpfen zustimmen würden.
"Auf dem Plan steht eine neue Runde der Kampagne, um Russlands Position als große Sportmacht zu untergraben."
Hierbei setzten die Europäer darauf, antirussische Propaganda unter Ländern und Sportverbänden zu verstärken, die eine konstruktive Haltung Russland gegenüber an den Tag legten. Ziel sei es, diese dazu zu bewegen, die Entscheidung des IOC zu sabotieren.
Ferner stellt der SWR fest, dass die EU bereits russische Sportfunktionäre, darunter den Sportminister und den Präsidenten des ROC, Michail Degtjarjow, in das 21. Sanktionspaket aufgenommen habe. Nun würden Visaverbote und neue gezielte Beschränkungen für weitere Athleten und Vertreter russischer Vereine in Betracht gezogen.
Ferner würden in der EU Provokationen gegen Mannschaften aus Russland kurz vor Wettkämpfen als ein wirksames Mittel betrachtet, die russischen Sportler kaltzustellen. Die Option sei Anfang Juli in München getestet worden, als die Polizei Mitglieder des russischen Teams bei den Junioren-Europameisterschaften im Synchronschwimmen angeblich wegen Spionageverdacht festgenommen habe.
Allerdings hätten die damaligen Einschüchterungsversuche die Russen nicht daran gehindert, hinsichtlich der Gesamtzahl an Medaillen den ersten Platz zu belegen.
Es scheine, als seien die europäischen Bürokraten so von der Russlandfeindlichkeit besessen, dass sie bereit seien, die olympische Bewegung selbst zu opfern, heißt es weiter in der Mitteilung des SWR. Die jüngste Entscheidung des IOC bestätige jedoch nur, dass die globale Sportgemeinschaft da nicht mitmachen würde.
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