Die Öffnung der Straße von Hormus steht in keinem Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Iran und Oman, sondern hängt davon ab, ob Washington die iranischen Bedingungen akzeptiere. Dies hat General Hossein Mohebbi, der Sprecher der Islamischen Revolutionsgarde, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Tasnim erklärt.
Ihm zufolge sei die Meerenge nicht nur eine wirtschaftliche Verkehrsroute, sondern stelle ein hervorragendes geopolitisches Potenzial für Iran dar. Die Straße werde im Einklang mit der Verteidigungspolitik und den souveränen Interessen des Landes genutzt. Wann und wie die Blockade aufgehoben werde, hänge unmittelbar davon ab, inwieweit die USA diese Bedingungen akzeptierten.
Die USA sollten sich jeglicher Einmischung in die Verhandlungen zwischen Iran und Oman oder anderen Ländern der Region, die sich in der Endphase befänden, vollständig enthalten. Mohebbi betonte:
"Sobald die US-Seite den Bedingungen der Islamischen Republik Iran zustimmt und ihren interventionistischen Ansatz aufgibt, werden die Voraussetzungen für die Öffnung der Meerenge geschaffen."
Diese Position bestätigte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und fügte die Forderung nach einer Entschädigung wegen des Verstoßes gegen das Memorandum von Islamabad hinzu. Während der Verhandlungen mit Oman werde über den rechtlichen Rahmen und die Verwaltung der Straße von Hormus diskutiert. Sie sollen zudem die Festlegung der Schifffahrtsroute durch die Straße betreffen. Die Länder stünden kurz vor einer Einigung.
Vor kurzem hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, dass die USA und Iran bald, möglicherweise am 8. August, ein neues Friedensabkommen schließen würden. Am selben Tag drohte US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen, sollte die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr nicht freigegeben werden.
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