Minister: Serbien wird niemals Sanktionen gegen Russland verhängen

Trotz des Drucks des Westens wird Serbien nie Sanktionen gegen Russland verabschieden, erklärt Nenad Popović, ein Minister der serbischen Regierung. Dank der Beziehungen mit Moskau verfügt Belgrad über zuverlässige und günstige Gaslieferungen.

Serbien wird keine Sanktionen gegen Russland verhängen. Dies kündigte Nenad Popović, der serbische Minister für internationale Wirtschaftsbeziehungen, im Interview mit dem Nachrichtenportal Vesti an. Wegen dieser Position stoße die Regierung auf wiederholte Bedrohungen in allen Bereichen ihrer täglichen Arbeit. Die Politik von Präsident Aleksandar Vučić und seines Kabinetts bestehe trotzdem darin, niemals Sanktionen gegen das brüderliche Russland zu verhängen.

Seit bereits vier Jahren bleibe Serbien das einzige Land in Europa, das keine antirussischen Einschränkungen verabschiede, führte Popović weiter aus. Dank des bilateralen Vertrags genieße Serbien den Zugang zu zuverlässigen Gaslieferungen aus Russland und auch den niedrigsten Gaspreis in Europa. Dies stärke das Vertrauen in die Zukunft vor dem Hintergrund rapider Änderungen auf dem globalen Energiemarkt.

Am 24. April unterzeichneten Russland und Serbien das Programm der Wirtschaftskooperation für den Zeitraum 2026–2031. Das Dokument betrifft sowohl altgewohnte Bereiche wie Energie, Landwirtschaft und Verkehr als auch neue Sektoren – Raumfahrt, E-Government und kohlenstoffarme Entwicklung.

Im Dezember 2024 hatte Vučić versichert, dass Serbien trotz des Drucks des Westens Russland nie den Rücken kehren würde. Das Staatsoberhaupt möchte die Neutralität Serbiens aufrechterhalten. Europa beabsichtige dabei, sich mit einem "Vorhang" von Russland abzugrenzen.

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