WSJ-Journalist: Washington hat Bodenoperation gegen Iran bereits fest geplant

Der Beginn einer US-Bodenoperation gegen die Insel Charg, die zentrale Drehscheibe für Irans Erdölexporte, könnte unmittelbar bevorstehen – jedenfalls wurden die Pläne dafür ausgearbeitet, behauptet ein Journalist des "Wall Street Journal" mit Verweis auf US-Abgeordnete.

US-Truppen könnten bald eine Bodenoffensive in Iran starten. Jedenfalls behauptet dies der Journalist Alex Ward vom Wall Street Journal (WSJ), der sich auf mehrere Abgeordnete des US-Parlaments beruft. Er schrieb auf der Social-Media-Plattform X:

"Mindestens drei republikanische Kongressabgeordnete, darunter die Vorsitzenden der Streitkräfteausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats, lassen durchscheinen, dass eine Bodenoffensive in Iran geplant ist und bald beginnen könnte."

Wie CNN bereits berichtete, verstärkt Teheran seine Verteidigung auf der Insel Charg für den Fall eines Angriffs seitens des US-Militärs. Bis zu 90 Prozent der Exporte von Erdöl aus Iran laufen über diese Insel. Dem CNN-Bericht zufolge besteht das Ziel einer möglichen Eroberung der Insel darin, Teheran einer seiner wichtigsten wirtschaftlichen Ressource zu berauben und somit Washingtons Position bei möglichen künftigen Verhandlungen zu stärken. Die Fox News-Journalistin Jennifer Griffin hatte zuvor behauptet, dass das Führungselement der 82. US-Luftlandedivision den Befehl zum Einsatz im Nahen Osten erhalten habe. Das WSJ hatte jedoch gemeldet, dass Washington noch keine Entscheidung über einen Truppeneinsatz getroffen habe.

Zuvor erklärte Russlands Außenamtssprecherin, Maria Sacharowa, Moskau nehme Spekulationen über Vorbereitungen für eine Bodenoffensive auf der Insel Charg zur Kenntnis – sie hoffe aber, dass es dabei nur um Worte und Drohungen gehe.

Washingtons und Tel Avivs militärischer Überfall auf Iran läuft seit dem 28. Februar 2026. Seitdem liefern sich beide Seiten einen weitgehend asymmetrischen Schlagabtausch. Die Eskalation des Konflikts hat zu einer nahezu vollständigen Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus geführt, einer wichtigen Route für Erdöl- und Flüssiggas-Lieferungen aus dem Persischen Golf in die Welt.

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