Aufgrund der US-Operation gegen Iran könnte die Ukraine mit Waffenengpässen konfrontiert sein. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij in einem Interview für die italienische Zeitung Corriere della Sera. Selenskij wörtlich:
"Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen zur Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen. Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen, beispielsweise Patriot-Systeme. Wir nutzen das PURL-Programm, um US-Waffen mit europäischen Mitteln zu erwerben. Vielleicht werden die Amerikaner diese benötigen, wie im vergangenen Jahr."
Selenskij merkte an, dass die Lieferungen an die Ukraine im Jahr 2025 aufgrund des Zwölftagekrieges zwischen Israel und Iran verlangsamt worden waren. "Damals wurden (…) die Lieferungen von Raketen an uns verzögert. Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte", sagte er. Im Gespräch mit dem Blatt schloss Selenskij nicht aus, dass Kiews westliche Verbündete sich auf den Nahen Osten konzentrieren könnten und das Thema der ukrainischen Verteidigung in diesem Fall in den Hintergrund treten würde.
Sollte es im Nahen Osten zu einem langwierigen Konflikt kommen, könnte Kiew von den in den USA hergestellten Waffen abgeschnitten werden, weil die US-Streitkräfte viel davon gegen Iran einsetzten, berichtete Politico am Dienstag. "Es wurde viel Feuerkraft, darunter Abfangraketen und andere Raketen, verbraucht", sagte ein US-Beamter gegenüber Politico. "Die USA müssen ihre Bestände wieder auffüllen, was bedeutet, dass für Europa oder die Ukraine weniger zu kaufen ist."
US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag, das Pentagon verfüge über einen nahezu unerschöpflichen Waffenvorrat. Auf der Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident: "Die Bestände der Vereinigten Staaten an Munition mittlerer und oberer Qualität waren noch nie so hoch und gut – wie mir heute mitgeteilt wurde, verfügen wir über einen praktisch unbegrenzten Vorrat dieser Waffen."
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