Polen: Aufklärungsbataillon nahe russischer Grenze stationiert  

Eine neue Militäreinheit, das 16. Aufklärungsbataillon, hat in Nordostpolen ihren Dienst aufgenommen, berichtet der Radiosender RMF24. Der Standort, der 85 Kilometer von der Grenze zu Russland und Weißrussland entfernt liegt, soll "Augen und Ohren" der NATO sein.

In der polnischen Ortschaft Konieczki, die zur Stadt Ełk gehört, sei kürzlich das 16. Aufklärungsbataillon eingetroffen, wie der Radiosender RMF24 mitteilt. Die neue Militäreinheit in der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Ostpolen wird demnach für die Sicherheit der polnischen Grenze von grundlegender Bedeutung sein.   

"Vor allem aber wird sie laut Militärangaben die 'Augen und Ohren' der NATO-Ostflanke sein", heißt es im Medienbericht. Die Stadt Ełk liegt etwa 85 Kilometer von der russischen und weißrussischen Grenze entfernt.

Das Militär und lokale Behörden sollen die Eröffnung des Kasernenkomplexes in der Gegend als einen "historischen Moment" bezeichnet haben.

"Diese Investition kommt nicht nur den Einwohnern unserer Gemeinde und der Stadt Ełk zugute, sondern der gesamten Region und der Ostflanke der NATO", sagte Bürgermeister Tomasz Osewski.

Polens Verteidigungsministerium hatte die Stationierung des 16. Aufklärungsbataillons im Osten des Landes bereits im Oktober 2023 beschlossen, berichtet der polnische Radiosender weiter.

In den letzten Jahren hat Moskau eine beispiellose Aktivität der NATO an den Ostgrenzen des Bündnisses beobachtet. Das Militärbündnis weitet seine Initiativen aus und bezeichnet dies als "Eindämmung der russischen Aggression". Im Kreml wurde betont, dass Russland niemanden bedroht, aber Maßnahmen, die potenziell gefährlich für seine Interessen sind, nicht ignorieren wird.

Das russische Außenministerium erklärte mehrfach, Moskau sei weiterhin offen für einen Dialog mit der NATO, jedoch nur auf gleichberechtigter Basis. Der Westen müsse seine Politik aufgeben, die auf die Militarisierung des Kontinents abziele, so die Forderung.

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