Die Olympischen Winterspiele 2026 werden am Freitag, den 6. Februar, mit einer spektakulären Feier in Italien eröffnet. Die Veranstalter hoffen, dass die Spiele nicht nur sportliche Höhepunkte liefern, sondern auch langfristige Impulse für Tourismus und Infrastruktur in Norditalien setzen.
Mailand ist Mit-Gastgeber und Schauplatz wichtiger Wettkämpfe (Eishockey, Eiskunstlauf, Speedskating u. a.) sowie der zentralen Eröffnungszeremonie. Neben Mailand und Cortina gibt es weitere Veranstaltungsorte in Norditalien (z. B. Bormio, Livigno, Antholz).
Italien verfolgt dabei ein dezentrales und nachhaltigeres Konzept. So finden viele Wettkämpfe in bestehenden Sportstätten statt, um die Kosten zu begrenzen und die ökologischen Eingriffe zu reduzieren. Dennoch stehen einzelne Infrastrukturprojekte, insbesondere im alpinen Raum, in der Kritik von Umweltverbänden und Anwohnern.
Angesichts der angespannten internationalen Lage bereiten sich die Sicherheitsbehörden auf ein Großaufgebot an Sicherheitskräften vor. Neben der klassischen Polizeipräsenz liegt ein Schwerpunkt auf dem Schutz kritischer Infrastruktur und der Abwehr von Cyberangriffen.
Sportlich werden rund 2.900 Athletinnen und Athleten aus über 90 Nationen erwartet. Auf dem Programm stehen 16 Sportarten, darunter Ski alpin, Biathlon, Eishockey und Eiskunstlauf, aber auch neue Disziplinen, die vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen sollen.
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien dürfen 13 russische Sportlerinnen und Sportler trotz anhaltender Sanktionen starten – allerdings nicht als Nationalteam und ohne Flagge, Hymne oder Nationaldress. Sie treten als sogenannte "Individuelle Neutrale Athleten" (AIN) an, ähnlich wie bereits bei den Spielen in Paris 2024. Voraussetzung für die Zulassung sei eine Prüfung durch ein IOC-Gremium gewesen, "das sicherstellte, dass diese Athleten in keinerlei Verbindung zur Armee stehen und den Krieg in der Ukraine nicht öffentlich unterstützt haben". Der ukrainische Fahnenträger Wladislaw Heraskewitsch beklagte bereits die Zulassung russischer Athleten.
Russlands Sportminister Degtiarew sprach indes von Diskriminierung. Dass es den Athleten unmöglich sei, unter russischer Flagge aufzutreten, sei ein Verstoß gegen die olympische Charta. Am schlimmsten sei jedoch, dass teilweise selbst Sportler, die prinzipiell zu Olympia zugelassen worden seien, dann von den Qualifikationswettbewerben dazu ausgeschlossen würden. Unter diesen Umständen seien die russischen Athleten, die es zu Olympia geschafft haben, bereits "Helden", sagte er später im russischen Staatsfernsehen.
Für die Sportveranstaltungen standen rund 1,2 Millionen Tickets zum Verkauf, doch das italienische Tourismusministerium rechnet mit insgesamt gut zwei Millionen Besuchern. Die 25. Winterspiele der Neuzeit enden am 22. Februar. Hier finden Sie mehr Informationen zu den Spielen.
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