Infantino: FIFA sollte Aufhebung der Sperre für Russland prüfen

Der FIFA-Präsident erklärte, dass die Organisation die Aufhebung des Teilnahmeverbots für Russland in Betracht ziehen sollte. Die Suspendierung der Russen habe zu nichts geführt und die FIFA solle es verbieten, Nationalmannschaften aus politischen Gründen zu suspendieren.

Das Verbot der Teilnahme russischer Mannschaften an Fußballturnieren habe nichts gebracht und nur "noch mehr Enttäuschung und Hass hervorgerufen", erklärte der Präsident des Weltfußballverbandes (FIFA), Giovanni (Gianni) Infantino, in einem Interview in der Sendung The World with Yalda Hakim auf Sky.

Auf die Frage, ob er die Möglichkeit einer Aufhebung des 2022 beschlossenen Verbots der Teilnahme Russlands an FIFA- und UEFA-Turnieren in Betracht ziehen würde, antwortete Infantino:

"Das müssen wir."

Der FIFA-Chef merkte an, dass "die Möglichkeit für Mädchen und Jungen aus Russland, in anderen Teilen Europas Fußball zu spielen, von Vorteil" wäre.

Infantino sagte zudem, dass die FIFA über eine Änderung der Regeln nachdenken sollte, um "niemals einem Land aufgrund der Handlungen seiner politischen Führer das Fußballspielen zu verbieten".

Russische Nationalmannschaften und Vereine sind seit 2022 aufgrund der militärischen Sonderoperation in der Ukraine gesperrt. Im Jahr 2023 wollte die UEFA Russen zu Jugendturnieren zulassen, stieß jedoch auf Widerstand bei einer Reihe von Mitgliedern der Organisation und verschob die Entscheidung.

Das Internationale Olympische Komitee empfahl im Dezember 2025, alle Beschränkungen für die Teilnahme von Russen an Jugendturnieren aufzuheben.

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