Russlands Vizeaußenminister: Keine Rückkehr zum Energiedialog mit Berlin

Aus Gründen des politischen Opportunismus haben Deutschlands Eliten auf Energieimporte aus Russland verzichtet, erklärt der russische Vizeaußenminister Dmitri Ljubinski. Es gebe keine Aussicht auf die Wiederaufnahme der Kooperation. Moskau wolle niemanden umstimmen.  

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti betonte der russische Vizeaußenminister Dmitri Ljubinski, dass die Wirtschaftspolitik der Herrschenden in Deutschland ihrem eigenen Land schade.

Deutschlands Eliten hätten laut Ljubinski aus Gründen des politischen Opportunismus komplett auf russische Energieimporte verzichtet und jegliche Form der bilateralen Zusammenarbeit mit Russland abgelehnt. 

"Der Verzicht auf die Energiekooperation mit Russland hatte die größten negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft", erklärte der Diplomat. Im Jahr 2025 sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) höchstens um 0,1 bis 0,2 Prozent gewachsen.

Deutschland stehe vor einer Deindustrialisierung, warnte der russische Außenminister. Genau diese Entwicklung könne die Folge eines Anstiegs der Produktionskosten sein, der wiederum zu einem Personalabbau, einer Verringerung des Produktionsvolumens, aber auch zu einer Verlagerung der Produktion in ausländische Gerichtsbarkeiten mit günstigeren Bedingungen geführt habe.

Des Weiteren warf Ljubinski Berlin vor, nach wie vor an den Russland-Sanktionen festzuhalten, obwohl sich die Experten sowie die Geschäftswelt in Deutschland einig seien, dass die gegen Russland verhängten Strafmaßnahmen für Deutschland selbst schädlich seien.

"Die herrschende Klasse Deutschlands ignoriert weiterhin hartnäckig wirtschaftliche Erwägungen", erklärte der Diplomat.

In dem Zusammenhang führte Ljubinski aus:

"Ich halte es für wichtig zu betonen: Wir werden niemanden umstimmen. Wir sehen keine Aussicht auf eine Rückkehr zu einem gesunden Energiedialog mit Berlin. Dort hat man eine Entscheidung getroffen, die der nationalen Wirtschaft schadet."

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