Medien: Vatikan wollte USA dazu bewegen Maduro Flucht nach Russland zu ermöglichen

Medienberichten zufolge versuchte der Vatikan Ende Dezember, die USA zur Geduld zu bewegen und Maduro die Möglichkeit zu geben, nach Russland zu fliehen. Die Verhandlungen wurden demnach von Kardinal Parolin geführt, der nach dem Papst die zweitwichtigste Person im Vatikan ist.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, nach dem Papst die zweitwichtigste Person im Vatikan, soll Ende Dezember versucht haben, die USA dazu zu bewegen, dem ehemaligen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro Asyl in Russland zu gewähren. Das berichtete die Washington Post unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Quelle:

"Maduro wurde angeboten, wegzugehen und sein Geld zu genießen. Teil dieses Angebots war, dass Putin seine Sicherheit garantieren würde."

In dem Artikel heißt es, dass Parolin am Heiligabend den US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, Brian Burch, dringend zu sich gerufen habe, um Einzelheiten über die Pläne Washingtons in Venezuela zu erfahren. Unter Berufung auf Regierungsdokumente schrieb die Zeitung, dass der einflussreiche italienische Kardinal mehrere Tage lang versucht habe, mit Außenminister Marco Rubio in Kontakt zu treten, "in dem verzweifelten Versuch, Blutvergießen und Destabilisierung in Venezuela zu verhindern".

In einem Gespräch mit Burch, einem Vertrauten von US-Präsident Donald Trump, habe Parolin demnach insbesondere erklärt, dass Moskau bereit sei, Maduro Asyl zu gewähren, und "flehte die Amerikaner um Geduld" an, bis der venezolanische Politiker diesem Angebot zustimmen würde, heißt es weiter.

Nun gab der Vatikan bekannt, dass er enttäuscht sei, dass "Teile eines vertraulichen Gesprächs veröffentlicht wurden, die den Inhalt des Gesprächs, das während der Weihnachtszeit stattfand, nicht genau wiedergeben". Burchs Pressesprecher verwies alle Fragen zu diesem Thema an das Außenministerium, das sich jedoch weigerte, Stellung zu nehmen. Putins Pressesprecher Dmitri Peskow wiederum habe auf die Anfrage der Zeitung nicht geantwortet, heißt es in dem Artikel.

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