Medwedew: USA dürfen nun Russland nicht einmal formal etwas vorwerfen

Dmitri Medwedew erklärte, dass die USA nach dem Angriff auf Venezuela Russland nicht einmal mehr formal etwas vorwerfen können. Darüber hinaus wies der Politiker darauf hin, dass der Besitz von Atomwaffen die beste Sicherheitsgarantie für jeden Staat sei.

Russlands stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates und Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat darauf hingewiesen, dass die USA nach ihren Handlungen in Venezuela das Recht verloren haben, Russland auch nur formal für irgendwelche Schritte zu kritisieren. Medwedew wörtlich:

"Jetzt dürfen sie unserem Land nicht einmal formal etwas vorwerfen."

Die Handlungen von US-Präsident Donald Trump seien offensichtlich rechtswidrig, aber man könne ihm nicht absprechen, dass er "die nationalen Interessen seines Landes hart verteidigt", fuhr der Politiker fort. Er betonte:

"Maduro hat wiederholt gesagt, dass das eigentliche Ziel der derzeitigen US-Regierung darin besteht, sich ihr Öl und andere Bodenschätze anzueignen. Und auch Trump macht daraus kein Hehl."

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates bezeichnete das Vorgehen der USA als Beispiel für das "lex fortissimum", also das "Recht des Stärkeren". Medwedew unterstrich:

"In der heutigen Zeit ist der Besitz von Atomwaffen die beste Garantie für die Sicherheit eines Staates. Diplomatie und Geld haben nicht denselben Effekt."

Laut dem russischen Ex-Präsidenten könne ein Land, das keine Atomwaffen besitze, entweder intensiv eigene Entwicklungen vorantreiben oder – wie Weißrussland – ein Militärbündnis mit einem "zuverlässigen Verbündeten" eingehen, der über solche Waffen verfüge.

Das nukleare Potenzial und die Möglichkeit seines Einsatzes gemäß der aktualisierten Nukleardoktrin Russlands seien ein abschreckender Faktor. Das heutige Russland sei "die größte Atommacht, die in der Lage ist, sich selbst und ihre Verbündeten zu schützen". Und sie werde "dies bei Bedarf auch präventiv tun", schloss Medwedew.

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