Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB hat ein 1969 geborener russischer Staatsbürger versucht, einen Terroranschlag auf eine Gaspipeline im Raum Moskau zu verüben. Der Täter agierte demnach im Auftrag ukrainischer Geheimdienste. Darüber berichten russische Staatsmedien am Samstag unter Verweis auf eine Mitteilung der Behörde in Moskau.
Darin heißt es: "Der Inlandsgeheimdienst FSB verhinderte einen von ukrainischen Geheimdiensten geplanten Terroranschlag auf eine Ferngaspipeline im Gebiet Moskau." Der Täter sei nachts im Bezirk Serpuchow auf frischer Tat ertappt worden, als er versucht habe, einen selbstgebauten Sprengsatz zu platzieren.
Bei dem Festgenommenen wurden demnach vier als Montagekleber getarnte, improvisierte Bomben sowie Kommunikationsgeräte zur Verbindung mit Auftraggebern in der Ukraine beschlagnahmt.
Wie es heißt, wurde der russische Staatsbürger im Jahr 2024 von ukrainischen Geheimdiensten angeworben, während er sich in einem temporären Lager für Ausländer in der Ukraine aufgehalten hatte. In der Einrichtung sei er wegen Verstoßes gegen Einwanderungsgesetze untergebracht worden. Nach seiner Anwerbung sei der Agent Kiews unter dem Vorwand der Abschiebung nach Russland geschickt worden.
Im November 2025 kaufte der Täter auf Anweisung seines ukrainischen Auftraggebers ein Auto und einen Elektrobohrer und holte anschließend anhand der ihm übermittelten Koordinaten selbstgebaute Bomben aus einem Versteck.
"Im Auftrag der ukrainischen Geheimdienste sollte der Mann über der Gaspipeline ein Loch in den Boden bohren, anschließend einen Sprengsatz aktivieren und dort platzieren."
Nach der Erfüllung seines Auftrags musste er ins Ausland reisen und über Drittländer in die Ukraine zurückkehren, berichtet der FSB.
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