"Kallassale Entdeckungen" – Medinski bietet Kallas Nachhilfe in Geschichte an

Die zuvor durch ihre Unkenntnis der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs aufgefallene Kaja Kallas glänzt durch neue historische Erkenntnisse. Der Assistent des russischen Präsidenten, Wladimir Medinski, spricht von "kallassalen Entdeckungen" und bietet Nachhilfe an.

Als "kallassale Entdeckungen" hat der Assistent des russischen Präsidenten, Wladimir Medinski, die jüngsten Äußerungen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas bezeichnet. Die Chefdiplomatin der Europäischen Union hatte zuvor während einer Pressekonferenz im Rahmen des Informellen Rats für Auswärtige Angelegenheiten am 26. November behauptet, dass Russland in den vergangenen 100 Jahren "über 19 Länder" überfallen hätte. Kallas wörtlich:

"In den letzten 100 Jahren hat Russland mehr als 19 Länder angegriffen, einige davon drei oder vier Mal. Keines dieser Länder hat je Russland angegriffen."

Medinski reagierte am 28. November mit einem "Crashkurs der russischen Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts für Kaja Kallas". In einem ironischen Beitrag auf Telegram schrieb er mit Blick auf den Russisch-Japanischen Krieg, die ausländischen Interventionen im Russischen Bürgerkrieg sowie die beiden Weltkriege:

"1904: Russland überfällt hinterhältig Japan im russischen Port-Arthur.

1914: Überfall auf Deutschland in den westlichen Gouvernements des Russischen Imperiums.

1918: Russland greift England in Murmansk, die USA in Archangelsk, Frankreich in Odessa, Japan und die USA in Wladiwostok und Sibirien an.

1919 hebe ich besonders hervor. Russland greift das junge unabhängige Estland bei Pskow und ein noch unabhängigeres Polen bei Kiew an.

1941 ist der Gipfel der Hinterhältigkeit erreicht: ein Überfall auf das wehrlose Deutschland in den verschneiten Feldern bei Moskau."

Medinski fügte ein Angebot über "persönliche Nachhilfe" für Kallas hinzu, die er als eine "in jeder Hinsicht (außer einiger Bildungslücken) angenehme junge Dame" bezeichnete. Abschließend schrieb er:

"Wir verstehen, dass Estland ein kleines Land ist, und dass es in diesem Bruchstück der UdSSR schwierig war, das sowjetische Bildungsniveau aufrechtzuerhalten, als Kaja zur Schule ging."

Die Außenbeauftragte der EU war schon zuvor durch Besorgnis erregende Unkenntnis historischer Tatsachen aufgefallen. Im September wurde sie laut eigener Aussage von der Erkenntnis "überrascht", dass die Sowjetunion und China im Zweiten Weltkrieg gemeinsam gekämpft und gesiegt haben.

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