Russische Touristen an elfter Stelle im Ranking der Ausgaben für Auslandsreisen

Trotz eines massiven Rückgangs von Auslandsreisen als Folge von Pandemie und westlichen Sanktionen gaben Russen im Jahr 2022 mehr als 20 Milliarden US-Dollar für Auslandsreisen aus, was ihnen den Platz elf im weltweiten Ranking der spendabelsten Touristen sicherte. Die Deutschen finden sich auf Platz drei des Rankings.

Russland gehört zu den 20 Ländern, deren Bürger das meiste Geld für Auslandsreisen ausgeben, berichtet der russische Verband der Reiseveranstalter ATOR.

Die Welttourismusorganisation (UNWTO) hat eine Rangliste der meistbesuchten Länder der Welt im Jahr 2022 veröffentlicht. Russland steht zwar nicht auf der Liste; aus den Zahlen geht jedoch hervor, dass russische Bürger bei den Gesamtausgaben für Auslandsreisen vor Touristen aus der Schweiz, Saudi-Arabien, Singapur und vielen anderen Ländern liegen.

Die weltweit höchsten Ausgaben tätigten Touristen aus den USA. Im vergangenen Jahr gaben sie zusammen 114 Milliarden Dollar für Auslandsreisen aus. Unter den zehn spendierfreudigsten Nationen finden sich außerdem die Chinesen (114,8 Milliarden US-Dollar), die Deutschen (89,4 Milliarden US-Dollar), die Franzosen (47,7 Milliarden US-Dollar) sowie Briten, Italiener, Inder und Kanadier.

Russen gaben nach Angaben der UNWTO im Jahr 2022 20,3 Milliarden Dollar für internationale Reisen aus – 43,9 Prozent weniger als 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie. Das sicherte ihnen schließlich Platz elf im weltweiten Ranking.

Laut UNWTO-Welttourismusbarometer gab es im Jahr 2022 weltweit 963 Millionen internationale Touristenreisen (das sind 34 Prozent weniger als 2019). Im Durchschnitt gab jeder Reisende 1.051 US-Dollar für eine Auslandsreise aus.

Frankreich blieb das vierte Jahr in Folge das meistbesuchte Land der Welt. Im Vergleich zum Jahr vor der Pandemie 2019 konnten Spanien (Platz zwei), die USA (Platz drei) und Italien (Platz fünf) ihre Positionen im Hinblick auf den Einreiseverkehr halten. Die Türkei (stieg vom sechsten auf den vierten Platz auf) und verbesserte sich damit im Vergleich zu 2019 in der Rangliste des Zustroms ausländischer Touristen.

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