Musk bezeichnet Medwedew als "recht guten Troll" – Ex-Präsident lädt Unternehmer zum Siegestag ein

Der US-Unternehmer Elon Musk hat den Flame-Kommentar des russischen Ex-Präsidenten Dmitri Medwedew über den Rücktritt von Liz Truss gelobt. Danach interessierte sich Musk für die Lage um Artjomowsk. Medwedew reagierte mit Einladung zum Siegestag in Moskau.

SpaceX-Chef Elon Musk hat einen höhnischen Tweet des stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedewüber den Rücktritt der britischen Premierministerin Liz Truss kommentiert. Der Ex-Präsident Russlands schrieb:

"Bye bye Liz Truss, herzlichen Glückwunsch, Salat."

Dabei bezog sich Dmitri Medwedew auf die britische Boulevardpresse, die in den sozialen Medien eine kuriose Kampagne gestartet hatten: Wer hält sich länger – Truss im Amt oder ein Salat, der binnen 35 Tagen verwest. Das Trolling des russischen Politikers gefiel dem US-Unternehmer. Musk reagierte auf den Beitrag von Medwedew wie folgt:

"Ein recht guter Troll, um ehrlich zu sein."

Anschließend stellte der SpaceX-Chef Dmitri Medwedew eine Frage in Bezug auf die russische Offensive nahe der Stadt Artjomowsk (Bachmut):

"Übrigens, wie läuft es denn in Bachmut?"

Wiederum lud der Ex-Präsident Elon Musk zum Tag des Sieges in Moskau ein:

"Wir sehen uns am Tag des Sieges in Moskau."

Ob Medwedew damit den sowjetischen Sieg über NS-Deutschland im Zweiten Weltkrieg meint oder auf den Sieg im Ukraine-Konflikt anspielt, bleibt offen. Unterdessen melden russische Kriegsberichterstatter eine Offensive in Richtung Artjomowsk. Zuvor hatte DVR-Leiter Denis Puschilin erklärt, in der Stadt Artjomowsk werde "um jedes Stückchen Land" gekämpft, die ukrainischen Reserven würden zusammengezogen.

Liz Truss kündigte ihren Rücktritt am 20. Oktober an. Sie war damit nur 45 Tage im Amt, die kürzeste Amtszeit als Premierminister in der Geschichte des modernen Großbritanniens. Truss räumte Fehler in der Wirtschaftspolitik ein und sagte, sie könne "das Mandat, mit dem ich von der Konservativen Partei gewählt wurde, nicht erfüllen". Die Premierministerin war zuvor wegen ihrer Steuerinitiativen scharf kritisiert worden, hatte diese Pläne aber aufgeben und den Leiter des Finanzministeriums entlassen müssen.

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