Nein! Pfizer-Vertreterin: COVID-19-Impfstoff wurde nie auf Fremdschutz getestet

Pfizer-CEO Bourla verweigerte die Teilnahme am EU-Sonderausschuss zur Corona-Pandemie. Eine ranghohe Vertreterin gab Auskunft zu wissenschaftlichen Vorgängen bei der Impfstoff-Entwicklung. Demnach existierten vor der weltweiten Marktzulassung keinerlei Evidenz oder Daten, dass die Impfung eine Infektion verhindern könnte. Das Unternehmen setzte "alles auf Risiko".

Eine Analyse von Bernhard Loyen

Am 10. Oktober tagte in Straßburg im EU-Parlament ein "Sonderausschuss zu den Erkenntnissen aus der COVID-19-Pandemie und Empfehlungen für die Zukunft". Offiziell eingeladen wurde zu dieser Veranstaltung auch Albert Bourla, Vorsitzender und Geschäftsführer (CEO) des amerikanischen Pharmakonzerns Pfizer. Dieser sagte jedoch kurz vorher, ohne Angabe von Gründen, ab. Bestandteil der Anhörung war der jüngste Prüfbericht des Europäischen Rechnungshofes. Dieser hatte erneut Fragen über die weiterhin unbekannten Verhandlungsdetails zu dem milliardenschweren Impfstoff-Deal zwischen dem Pharmaunternehmen und der EU aufgeworfen. 

Auch sollten Detailfragen zu dem von Pfizer auf den Markt gebrachten Wirkstoff Comirnaty® an den CEO gerichtet werden können. Stellvertretend war nun Janine Small für die EU-Abgeordneten anwesend, die regionale Präsidentin "des Geschäftsbereichs Impfstoffe, Internationale entwickelte Märkte bei Pfizer Inc." Sie ist seit 1988 bei dem Unternehmen tätig, also eine Kennerin der Materie. Ebenfalls anwesend war ein Vertreter des deutschen Pharmaunternehmens CureVac.

Auf eine eindeutig formulierte Frage des holländischen Abgeordneten Rob Roos (Partei JA21 - konservative Liberale), bestätigte oder überraschte die Pfizer-Marketing-Präsidentin in ihrer Antwort die Anwesenden mit der Aussage: Vor den finalen Zulassungsanträgen und der daraus resultierenden bedingten Zulassung des Pfizer-Präparats Comirnaty® im Dezember 2020 war seitens des Unternehmens bei der Einführung des Impfstoffs nicht bekannt, ob dieser die Verbreitung von SARS-CoV-2 stoppen kann. Ob also die Übertragung von SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch durch eine Injektion verhindert wird.

Zwischen Rob Roos und Janine Small ergab sich folgende Frage-Antwort-Situation. Das Procedere sah dabei vor, dass zuerst alle Abgeordneten ihre Fragen separat stellen, bevor die Pfizer-Vertreterin im Block die jeweiligen Anliegen beantwortete (Die Video-Sequenz ist bei der Antwort von Small etwas kürzer, als das Originalzitat im Wortlaut):

Roos: Wurde der COVID-Impfstoff von Pfizer vor seiner Markteinführung darauf getestet, die Übertragung des Virus zu verhindern? Wenn nicht, sagen Sie es bitte deutlich. Wenn ja, sind Sie bereit, dem Ausschuss die Daten mitzuteilen? Und ich möchte wirklich eine klare Antwort.

Small: Was die Frage betrifft, ob wir von einem Übertragungsschutz wussten, bevor es (das Produkt) auf den Markt kam – Nein. Wir mussten wirklich mit der Geschwindigkeit der Wissenschaft arbeiten, um wirklich zu verstehen, was auf dem Markt vor sich geht. Und unter diesem Gesichtspunkt mussten wir alles auf Risiko machen."

Der therapeutische Aspekt der Vermeidung einer Corona-Viren-Übertragung nach Impfung war jedoch wesentliches Argument in der politischen, wie gesellschaftlichen Pro und Contra Impf-Diskussion. Und ein ebenso wesentliches Argument für die daraus resultierenden Einführung der sogenannten 3G, 3G-Plus, 2G und 2G-Plus-Regelungen in Bereichen der Gesellschaft. Beispiele aus den Jahren 2021 und 2022:

Je nach Blickwinkel war diese Information der Pfizer-Vertreterin vor dem EU-Parlament nicht wirklich überraschend, da in einer Pressemitteilung der US-Gesundheitsbehörde FDA, aus dem Dezember 2020, unter dem Punkt: "FDA-Bewertung der verfügbaren Wirksamkeitsdaten" folgende Formulierung nachzulesen ist:

"Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Daten vor, die eine Aussage darüber zulassen, wie lange der Impfstoff schützt, und es gibt auch keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff die Übertragung von SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch verhindert."

Das Problem: So eindeutig und unmissverständlich wurde diese Faktenlage über Politik und Medien gegenüber den Bürgern nie kommuniziert. Ob hierbei eine mehrheitliche Unwissenheit, bewusste Desinformation oder schlichte Fahrlässigkeit eine Rolle spielt(e), wird sich erst in der Aufarbeitung der Corona-Krise in den kommenden Monaten und Jahren herauskristallisieren. Zur Rolle des Pfizer-CEO in den zurückliegenden drei Jahren stellte seine Vertretung Janine Small fest:

"Dr. Bourla spürte, wie wichtig es war, was in der Welt vor sich ging. Und deshalb gaben wir tatsächlich zwei Milliarden Dollar an selbst finanzierten Geldern von Pfizer aus, um in der Lage zu sein, bei der Pandemie zu helfen."

Janine Small beendete den Fragenkomplex zur Effektivität des Pfizer-Produkts mit der subjektiven Wahrnehmung:

"Wir waren da, als die Welt uns brauchte, um sicherzustellen, dass wir in der Lage waren, den Menschen auf der ganzen Welt mit Impfungen zu helfen, und jetzt auch mit der Behandlung..."

Zum Thema der Causa "SMS-Milliarden-Deal" zwischen Pfizer-CEO Albert Bourla und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erläuterte Small in zwei Abschnitten unter anderem:

"Jeder versteht, dass wir während der Pandemie alle zu Hause gearbeitet haben, und ich bin sicher, dass Dr. Bourla seine mobilen Telefonkontakte genutzt hat, um mit vielen Führungskräften in der ganzen Welt zu sprechen, mich eingeschlossen (...)

Ich kann Ihnen mit Bestimmtheit sagen, dass das (ein finaler Vertragsabschluss per SMS) nicht der Fall gewesen war. Ich weiß das, weil ich bereits erwähnt habe, ich war von Anfang an, an den Verhandlungen beteiligt, von Anfang an im Jahr 2020."

Im Lichte der sich dynamisierenden Erkenntnisse tendenziell bedingter Therapieerfolge durch eine COVID-19-Impfung (mit dem Pfizer-Produkt), der sich dynamisierenden Diskussion einer "Kosten-Nutzen-Rechnung" und der real existierenden lebenseinschränkenden bis lebensbedrohenden Impfnebenwirkungen bei vormals gesunden Menschen, muss die finale Aussage der Pfizer-Vertreterin als Zeitdokument gewertet werden. Small wörtlich:

"Ich möchte mir gar nicht ausmalen, in welcher Situation wir uns jetzt befinden würden, wenn Unternehmen wie wir diese Risiken nicht eingegangen wären. Keine klinische Forschung und Entwicklungen in diesem Umfang betrieben hätten. Um sicherzustellen, dass wir einen Impfstoff haben, den wir in der Welt einführen können."

"Wir" könnte auch in Bezug auf ein Milliardengeschäft mit der Monopol-Stellung von Pfizer in der Corona-Krise gedeutet werden. Zum Thema der Preisabsprache zum dritten Vertrag von BioNTech-Pfizer und der EU, über 1,8 Milliarden zusätzliche Impfstoff-Dosen zwischen Ende 2021 und 2023, ließ Small lediglich wissen: "...die Preisgestaltung ist vertraulich." Ende der Diskussion. Als "kleines Danke Schön", für den kooperativen Charakter der Teilnahme von Frau Small an der Sonderausschusssitzung, erhielt das Unternehmen Pfizer - welch symbolische Überraschung - noch am 10. Oktober die reguläre Zulassung, also offizielle Anerkennung und Absegnung, der EU-Kommission für ihr Produkt Comirnaty®. 

Das kann und darf nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein. Zu vieles ist und bleibt weiterhin unbekannt und von beteiligten Protagonisten mutwillig gedeckelt, ist jedoch von epochalem Interesse für die Menschen. Die Zeit der Aufarbeitung wird uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beschäftigen. Beschäftigen müssen.

Die deutschen etablierten Medien schweigen bisher zu dieser Veranstaltung und entsprechenden Aussagen, ganz im Gegenteil zu den USA, wo der bekannte Tucker Carlson das Ereignis kommentierte:

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