Indien testet Überschall-Marschflugkörper BrahMos vom Zerstörer Visakhapatnam aus

Die indische Organisation für Verteidigungsforschung und -entwicklung hat vom Zerstörer Visakhapatnam an der Westküste Indiens aus einen Überschall-Marschflugkörper vom Typ BrahMos getestet. Nach ihren Angaben traf die Rakete genau ihr beabsichtigtes Ziel.

Indien hat am Dienstag eine verbesserte schiffsgestützte Version des Überschall-Marschflugkörpers BrahMos für die indische Marine getestet. Dies teilte die indische Organisation für Verteidigungsforschung und -entwicklung (DRDO) auf Twitter mit. Die Behörde erklärte:

"Eine verbesserte schiffsgestützte Version des Überschall-Marschflugkörpers BrahMos wurde heute vom Zerstörer Visakhapatnam aus gestartet. Die Rakete hat ihr Ziel genau getroffen."

Es wurde darauf hingewiesen, dass der Raketentest an der Westküste Indiens stattfand.

Anfang Dezember hatte Indien erfolgreich eine Luftversion von BrahMos getestet, die von einem Su-30MKI-Kampfflugzeug auf dem Schießplatz Chandipur im östlichen Bundesstaat Odisha gestartet wurde.

Der Überschall-Marschflugkörper wird vom russisch-indischen Gemeinschaftsunternehmen BrahMos Aerospace hergestellt. Es wurde von der russischen Wissenschafts- und Produktionsvereinigung NPO Maschinostrojenija und der DRDO entwickelt. Der erste Teststart fand im Jahr 2001 statt. Verschiedene Versionen des Flugkörpers sind bei allen drei Waffengattungen der indischen Streitkräfte im Einsatz: Luftwaffe, Marine und Heer.

Der neueste Raketenzerstörer Visakhapatnam wurde im vergangenen November an die indische Marine übergeben. Visakhapatnam ist mit 16 BrahMos-Überschall-Marschflugkörpern zur Schiffsabwehr bewaffnet.

Der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh hatte zuvor erklärt, die BrahMos-Rakete, die nach den indischen und russischen Flüssen Brahmaputra und Moskwa benannt ist, sei ein Symbol für die strategische Partnerschaft zwischen Russland und Indien. Singh betonte, dass die BrahMos-Rakete die Fähigkeit der indischen Streitkräfte verbessert, Bedrohungen abzuwehren, und den militärischen Status des Landes auf ein internationales Niveau heben.

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