USA weisen Rolle bei Aufständen in Kasachstan zurück: "Absolut falsch"

Die Sprecherin des Weißen Hauses hat erklärt, dass die "verrückten russischen Behauptungen", die USA hätten die Unruhen in Kasachstan angezettelt, "absolut falsch" seien. Psaki sprach von einem "Desinformationsdrehbuch der Russen". Allerdings konnte sie die "verrückten russischen Behauptungen" niemandem in der russischen Regierung zuordnen.

Die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, hat bestritten, dass die US-Regierung hinter den gewalttätigen Protesten steckt, die Kasachstan diese Woche erschüttert haben. Sie behauptete, dass ungenannte "Russen" Washington fälschlicherweise beschuldigt hätten, die Unruhen ausgelöst zu haben.

Das Weiße Haus beobachte die Proteste in Kasachstan und unterstütze "Aufrufe zur Ruhe, zur friedlichen Äußerung der Demonstranten und zur Zurückhaltung der Behörden", sagte Psaki am Mittwoch vor Reportern. Sie fügte hinzu:

"Es gibt einige verrückte russische Behauptungen, dass die USA dahinterstecken, also lassen Sie mich diese Gelegenheit nutzen, um mitzuteilen, dass das absolut falsch und eindeutig ein Teil des Standard-Desinformationsdrehbuchs der Russen ist."

Psaki gab nicht an, wer in Russland den USA eine Rolle bei den Unruhen in Kasachstan zugeschrieben hat. Das russische Außenministerium erklärte, dass es die Proteste genau beobachte und zu einer friedlichen Lösung aufgerufen habe. Der Kreml warnte vor einer ausländischen Einmischung in den Konflikt und erklärte, Kasachstan könne seine Probleme selbst lösen. In keiner der Erklärungen wurden die USA erwähnt.

Am späten Mittwochabend bat der kasachische Präsident Qassym-Schomart Toqajew die von Russland geführte Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) um Hilfe bei der Stabilisierung der Lage und erklärte, dass "im Ausland ausgebildete Terroristen" strategische Einrichtungen überrannt hätten. Seine Regierung rief den landesweiten Notstand aus.

Die Proteste gegen die steigenden Preise für Flüssiggas begannen am Sonntag und eskalierten, als Demonstranten Polizeiautos abfackelten, Regierungsgebäude stürmten, einen Präsidentenpalast in Brand setzten und den internationalen Flughafen in Almaty besetzten, der inzwischen wieder eingenommen wurde. Toqajew schwor eine "harte" Reaktion und machte zunächst "finanziell motivierte Verschwörer" und organisierte "Banditenelemente" für die Gewalt verantwortlich.

Die Situation kommt vor den Gesprächen zwischen den USA und Russland nächste Woche. Auf die Gespräche angesprochen, beschuldigte Psaki Moskau, die europäischen Sicherheitsbedrohungen zu schaffen, über die es sich Sorgen macht. Der Status der Ukraine soll im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Psaki sagte, die USA würden Kiew weiterhin "defensive Unterstützung" gewähren.

Russlands Präsident Wladimir Putin strebt unterdessen einen Sicherheitspakt mit dem von den USA geführten NATO-Block an, insbesondere Garantien, dass die Ukraine nicht weiter nach Osten expandiert.

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