Neue Studie: Schulen sind keine Infektionsherde

Eine neue Studie aus den USA belegt auch für europäische Schulen: Bei Einhaltung der Schutz- und Abstandsmaßnahmen sind Schulen keine Infektionsherde.

Während die Diskussion um eine baldige Öffnung der Schulen in jedem Bundesland immer neue Maßnahmen und Unterrichtsformen hervorbringt, platzt eine Nachricht von einer neuen Studie aus Amerika wie eine Bombe: Im FachblattJournal of the American Medical Association wurden mehrere hundert Schulen in verschiedenen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten untersucht, und es bestätigte sich, dass bei Einhaltung des Abstands und der Maskenpflicht kein erhöhtes Risiko besteht, dass sich Infektionsherde entwickeln.

Auftraggeber war die US-Behörde zur Bekämpfung und Eindämmung von Seuchen (CDC). Zwar seien vereinzelt dort auch Corona-Infektionen festgestellt worden. Doch spreche "wenig dafür, dass Schulen in bedeutendem Maße zu erhöhten Ansteckungen" beigetragen hätten."

Ausgewertet wurden Daten von Schulen im Präsenzunterricht bis Dezember. Diese belegten allerdings, dass eine schnelle Ausbreitung von SARS-CoV-2, wie sie häufig in Wohnanlagen und Arbeitsplätzen mit hoher Mitarbeiterdichte vorkämen, nicht in Schulen beobachtet worden sei.

Ein Argument für die möglichst baldige Wiedereinführung des Präsenzunterrichts, so die Autoren der CDC-Studie. Die Schutzregeln müssten allerdings weiterhin beachtet werden. Abstand, Maskentragen, Lüften und kleinere Gruppen im Wechselunterricht würden so weiterhin zum Schulalltag gehören. Außerdem sollte man weiterhin das Sporttreiben in geschlossenen Räumen unterlassen. Bis zum 14. Februar findet in den deutschen Schulen und Kitas auf jeden Fall nur eine Notbetreuung statt. Dann ist inzidenzabhängig eine stufenweise Öffnung geplant.

Die Wissenschaftler der Gesundheitsbehörden in aller Welt warnen vor der Ausbreitung mutierter Coronavirus-Varianten, die deutlich leichter übertragbar seien. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss untersucht werden, ob Kinder und Jugendliche sich mit diesen Virus-Varianten häufiger anstecken. Laut der WHO sei angesichts der gesundheitlichen und psychischen Folgen für die Kinder eine Schulschließung nur als letztes Mittel tauglich. Sie müsse zeitlich begrenzt sein und dürfe nur auf lokaler Ebene zur Verhinderung intensiver Übertragung in Kraft treten.

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