China kontert mit eigenen Sanktionen gegen USA nach Einmischung Hongkong

US-Präsident Donald Trump hat das US-amerikanische Hongkong-Autonomiegesetz unterzeichnet, womit China für "repressive Aktionen" gegen die Menschen in Hongkong zur Rechenschaft gezogen werden soll. Peking kontert mit Sanktionen gegen Bürger und Einrichtungen in den USA.

Im Streit um die Autonomie von Hongkong hat China als Vergeltung für die neuen Sanktionen der USA seinerseits Strafmaßnahmen gegen US-amerikanische Bürger und Einrichtungen verhängt.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums verurteilte am Mittwoch scharf das Sanktionsgesetz, das US-Präsident Donald Trump am Vortag in Washington unterzeichnet hatte. China müsse die "notwendige Antwort geben, um seine legitimen Interessen zu schützen" und verhänge Sanktionen gegen "betreffende Personen und Einrichtung in den USA".

Details wurden zunächst nicht genannt. Ein chinesischer Außenamtssprecher hatte jedoch bereits im Juni als Reaktion auf Washingtons Pläne angedroht, Visabeschränkungen gegen US-Bürger zu erlassen, die sich in Bezug auf die Situation in Hongkong "schlecht benehmen".

Das US-Repräsentantenhaus und der Senat hatten das Hongkong-Autonomiegesetz zu Monatsbeginn ohne Gegenstimmen verabschiedet. Am Dienstag unterzeichnete Trump das Dekret, wodurch es umgehend in Kraft trat. Damit solle China für "repressive Aktionen" gegen die Menschen in Hongkong zur Rechenschaft gezogen werden, so Trump. Das Gesetz gebe der US-Regierung wirksame neue Mittel, um gegen Personen und Institutionen vorzugehen, "die Hongkongs Freiheit auslöschen".

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(rt/dpa)