Union, SPD, FPD und Grüne waren sich einig, dass Stephan Brandner "Anstand, Respekt und Würde" fehlten. Der stellvertretende rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan Marco Luczak, sagte dazu:
Die Abberufung von Brandner ist ein klares Signal gegen Hetze und Hass – wir geben dem Amt damit endlich seine Würde zurück.
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak begrüßt die Abberufung des AfD-Abgeordneten als Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses. Er schrieb auf Twitter:
Der Berliner Vorposten von Höcke und dauerpöbelnde Büttenredner Brandner war als Ausschussvorsitzender unwürdig. Sein Antisemitismus ist unerträglich.
Die Abwahl ist ein einmaliger Vorgang in der 70-jährigen Geschichte des Parlaments.
Der Ausschuss zog damit die Konsequenzen aus mehreren Eklats, die der AfD-Politiker aus Thüringen ausgelöst hatte. Zuletzt sorgte er für Wirbel, als er auf Twitter die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den AfD-kritischen Rocksänger Udo Lindenberg mit der Bemerkung "Judaslohn" kommentierte.
Brandner selbst äußerte sich über seine Abberufung so:
Das ist weiterer Tiefpunkt für den Parlamentarismus in Deutschland, das ist ein weiterer Tiefpunkt für die Demokratie in Deutschland.