Neuer belegter Spionagefall von "befreundeten Diensten" in Deutschland: Bundesregierung wiegelt ab

Erinnert sich noch jemand an den geradezu legendären Ausspruch der Bundeskanzlerin Angela Merkel "Ausspähen unter Freunden geht gar nicht"? Jetzt gibt es einen neuen Fall: Spanische Dienste bespitzeln massiv deutsche Staatsbürger, auch Bundestagsabgeordnete sind betroffen.

Dokumente, die von der spanischen Online-Zeitung eldiario.es veröffentlicht wurden, belegen, dass Spanien die Aktivitäten der katalanischen Außenvertretung in Deutschland ausspioniert hat. Ins Visier der spanischen Spione gerieten dabei Parlamentarier der Linkspartei, der Grünen, CDU-Mitglieder sowie Journalisten und einfache deutsche Bürger.

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Einer der Betroffenen, der europapolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Andrej Hunko, hat in Reaktion auf die spanischen Überwachungsaktivitäten die Bundesregierung zu dem Fall befragt. Doch trotz zahlreicher vorliegender Dokumente, die die Überwachungstätigkeit durch spanische Dienste belegen, wiegelt die Bundesregierung unter Angela Merkel ab und behauptet: 

Uns liegen keine Kenntnisse über etwaige Ermittlungsaktivitäten spanischer Behörden in Deutschland vor

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RT Deutsch sprach mit dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko über die Hintergründe und mögliche strafrechtliche Konsequenzen: 

Die vollständige Anfrage und Antwort der Bundesregierung: