BER-Flughafen: Droht bald Insolvenz?

Bis Ende 2025 soll der BER den Flughafen Schönefeld ablösen. Ein neuer Technikchef wurde berufen, den Masterplan für weitere Terminals umzusetzen. Der Aufsichtsrat beschäftigt sich heute mit der problematischen Gesamtfinanzierung – es wird 400 Millionen Euro teurer.

Rund 6,5 Milliarden Euro kostet der BER-Flughafen. Dem Flughafen gehen die Mittel aus. Es droht am 1.1.2019 die Insolvenz. Ein Kredit vom Land Brandenburg in Höhe von 1,1 Milliarden Euro soll nach dem Willen der Regierung Brandenburgs wie geplant nur in den Ausbau fließen und nicht für den Erhalt des Flughafens. Die Eröffnung des Flughafens wird wohl nicht im Oktober 2020 stattfinden, sondern erst am 31. Dezember 2021. Die Umbauten gehen während des Betriebs weiter. Zum Bau erster Erweiterungen und für den Bauabschluss fehlt es an 400 Millionen Euro. Die Suche nach der Finanzierung bei 25 Banken scheiterte. 

Er soll den Ausbau des Hauptstadtflughafens BER vorantreiben: Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup holt Carsten Wilmsen nach Schönefeld. Noch managt der 50 Jahre alte Bauingenieur die Immobilien am Flughafen München, was er bis 2011 auch am Hamburger Flughafen gemacht hat. Zum Aufgabengebiet gehörte jeweils auch der Bau. In München arbeitete er etwa an zusätzlichen Büros, Geschäften und Konferenzflächen, um dem Flughafen weitere Einnahmequellen zu erschließen. 

Wilmsen werde sich um die Umsetzung des "Masterplans BER 2040" kümmern, während Flughafenchef Lütke Daldrup die Verantwortung für die Fertigstellung des Hauptgebäudes behalte, erläuterte die Flughafengesellschaft. In Schönefeld steht zunächst der Bau weiterer Terminals an, wenn der Flughafen im Herbst 2020 bereits in Betrieb sein soll. Wichtigstes Projekt Wilmsens ist der Bau eines dritten Abfertigungsgebäudes, das bis Ende 2025 den alten Flughafen Schönefeld ablösen soll. Aber auch die Baufelder für Büro- und Geschäftsgebäude am neuen Flughafen sollen gefüllt werden.

(rt deutsch/dpa)