Bundesweite Razzia beim DFB – Verdacht des Betrugs bei VIP-Ticketvergabe für EM 2024

Im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2024 ermittelt das LKA wegen Vorteilsverschaffung bei der Vergabe von Karten zu den besten Spielen, Plätzen in Luxuslounges, Reisen und Hotelaufenthalten – und klopfte mit einer Razzia an der Tür des DFB und der Verwaltungen mehrerer Austragungsorte.

Deutschlandweite Razzia – das war wohl das (Un-)Wort des Morgens für den Deutschen Fußballbund am ersten Juli 2026 – und nicht nur für ihn: Gleich am Morgen standen über 150 Ermittler des Landeskriminalamtes und Einsatzkräfte bundesweit bei der DFB-Zentrale in Frankfurt und bei den Stadtverwaltungen mehrerer Spielaustragungsorte der Europameisterschaft auf der Matte – Hamburg, Berlin, Köln, München, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Gelsenkirchen.

Zudem wurden auch mehrere Unternehmen überprüft, heißt es. Der Vorwurf bei den laufenden Ermittlungen seien Vorteilsgewährung und Bestechung bei der Vergabe von Plätzen in den VIP-Lounges und ähnlichen luxuriösen Einladungen, berichtet das Springer-Blatt Bild am Mittwoch: Statt nach dem Motto "Wer zuerst vom Sofa aufspringt, kriegt das letzte Bier im Kühlschrank" sollen sie eher nach dem Prinzip der guten Kontakte gewährt worden sein. Dies soll insbesondere für das Halbfinalspiel Spanien gegen Frankreich gelten, das in München stattfand. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen vor allem zwei Personen, so der Bericht weiter – ein 66-jähriger Deutscher und ein Franzose von 44 Jahren: Sie sollen im Umfeld der gemeinsamen Organisation des Deutschen Fußballbundes und der Union des associations européennes de football – der Euro 2024 GmbH – Eintrittskarten für die besten Spiele sowie Reisen und Hotelaufenthalte an Ausgewählte verteilt haben. Nun werde also untersucht, ob bei diesem Vorgang Vorteile entstanden, bei deren Verschaffung in Deutschland strafrechtlich zu ahndende Vorgänge stattfanden – konkret sei die Rede unter anderem von Bestechungsverdacht.

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