"Massenanfall von Verletzten": Tram in Berlin entgleist und aufgerissen

Mit knapp 60 Einsatzkräften rückte die Berliner Feuerwehr am Dienstagmorgen zu einem "Massenanfall von Verletzten" nach Hohenschönhausen aus. Dort war eine Tram entgleist, die gegen einen Mast der Oberleitung geprallt war. Die genaue Unfallursache wird derzeit noch untersucht.

Bei einem Straßenbahnunfall am Dienstagmorgen in Berlin-Hohenschönhausen wurden 20 Menschen verletzt, davon drei schwer. Sie wurden in Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Auch 12 der 17 leicht verletzten Fahrgäste wurden zur weiteren Behandlung in Kliniken gebracht.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben um 9:29 Uhr alarmiert worden. Bereits die ersten Einsatzkräfte am Unfallort sahen sich einer Vielzahl von Verletzten gegenüber und lösten daraufhin das Stichwort "Massenanfall von Verletzten" aus. Insgesamt rückten knapp 60 Einsatzkräfte zur Unfallstelle nahe der Arnimstraße aus.

Ersten Erkenntnissen zufolge kollidierte ein Teil der Straßenbahn mit einem Mast der Oberleitung, wodurch eine Seite der Bahn aufgerissen wurde. Anschließend sprang der letzte Wagen der Tram aus den Schienen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) waren mit einem Notfall-Manager vor Ort, um den Strom abzuschalten. Auch BVG-Chef Henrik Falk war zur Unfallstelle geeilt. "Unter dem Eindruck der Bilder hier vor Ort sind wir tief betroffen. In Gedanken sind wir bei den Verletzten und unseren Fahrgästen. Wir danken den Einsatzkräften für ihre schnelle und professionelle Arbeit und verschaffen uns aktuell einen Überblick zur Lage vor Ort. Klar ist, dass wir intensiv zur Aufklärung der Unfallursache beitragen werden", wird Falk in einer Pressemitteilung der BVG zitiert.

Die Bergung der Bahn wird voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Tramlinien M5 und M17 seien unterbrochen, so die BVG. Demnach soll ein Ersatzverkehr eingerichtet werden.

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