Niedrigste Konsumstimmung in Deutschland seit 2023

Steigende Energiepreise, Inflation und angespannte geopolitische Lage drücken die Konsumstimmung in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Auch Umsätze im Einzelhandel brechen ein. Der Handelsverband Deutschland rechnet nicht mit einer baldigen Trendwende.

Deutsche konsumieren immer weniger, zeigt eine Umfrage, die im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE) durchgeführt wurde. Aus den am 4. Mai veröffentlichten Ergebnissen der Studie geht hervor, dass die Verbraucherstimmung auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2023 liegt. Der HDE erklärte dazu:

"Vor allem die steigenden Preise und die Sorgen um eine schwache Konjunktur trüben die Verbraucherstimmung deutlich ein."

Aufgrund des Anstiegs der Energiepreise durch den Iran-Krieg erreichte die Inflationsrate in Deutschland im April mit 2,9 Prozent den höchsten Stand seit zwei Jahren. Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung wie der Tankrabatt konnten bisher die Konsumstimmung nicht entlasten, die zusätzlich durch die angespannte geopolitische Lage beeinträchtigt wird. Der HDE rechnet daher in naher Zukunft nicht mit einer Trendwende:

"Vor diesem Hintergrund ist auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu rechnen. Die Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den Iran-Krieg zunichte gemacht."

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes brechen durch fehlende Kaufstimmung die Umsätze des Einzelhandels ebenfalls ein. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sagte dazu:

"Die Einzelhandelsumsätze für den März geben einen Vorgeschmack auf die wirtschaftlichen Schäden durch den Iran-Krieg. Bleibt mehr Geld an der Tankstelle liegen, bleibt weniger übrig für anderweitigen Konsum."

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