Der in Berlin ansässige Axel Springer Verlag, laut wörtlicher Webseiteninformation "ein transatlantisches Medienunternehmen in Familienbesitz", hat eine Vereinbarung über den Erwerb der Telegraph Media Group (TMG) für 575 Millionen Pfund, rund 660 Millionen Euro, geschlossen. Die Verlagsgesellschaft unter Führung von Mathias Döpfner zahlt die Gesamtsumme laut Mitteilung dem bisherigen Eigentümer "RedBird IMI" "in bar", wie das Unternehmen mitteilte.
Die Telegraph-Gruppe, unter anderem mit der Daily Telegraph sowie der Sonntagszeitung The Sunday Telegraph, wird vom deutschen Verlag Axel Springer für 575 Millionen Pfund übernommen.
Laut Artikel des Übernahmekandidaten "eine überraschende Übernahme", da Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender und Mehrheitsaktionär von Axel Springer, "damit eine geplante Übernahme durch den Eigentümer der Daily Mail, Lord Rothermere, verhindert und damit zweieinhalb Jahre lähmender Unsicherheit beendet", so die Darlegungen seitens der Telegraph-Redaktion.
Das Unternehmen Axel Springer teilt zu dem Mediencoup mit:
"Die Transaktion eröffnet aus Sicht beider Parteien große Chancen: Sie bewahrt die Integrität einer traditionsreichen Medienmarke und schafft zugleich eine starke Basis für Wachstum und Expansion in weitere geografische Märkte – bei gleichzeitig klarem Bekenntnis zu hochwertigem, unabhängigem Journalismus und Medienvielfalt im Vereinigten Königreich."
Springer-Vorstandschef Döpfner, so Telegraph-Informationen, habe von "RedBird IMI", einem von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten Investmentunternehmen, das ursprünglich Ende 2023 die Kontrolle über die Telegraph Media Group übernehmen wollte, Sicherheiten für das britische Medienunternehmen erworben, "die leicht in vollständiges Eigentum umgewandelt werden können."
Weitere Hintergrundinformationen lauten im TG-Artikel:
"Die vollständig in bar abgewickelte Transaktion ist die bislang größte Expansion von Axel Springer auf dem britischen Markt und ein wichtiger Schritt in Richtung der Strategie von Herrn Döpfner, im englischsprachigen Raum zu expandieren. Das Unternehmen hatte zuvor 2004 erfolglos für The Telegraph und 2015 für die Financial Times geboten."
Döpfner wird vom Springer-Verlag mit den Worten zitiert:
"Redaktionelle Unabhängigkeit ist für Axel Springer unantastbar. Wirtschaftlicher und finanzieller Erfolg ist aus unserer Sicht der beste Garant für ihren Schutz. Wir sehen erhebliches Wachstumspotenzial für die Telegraph-Gruppe. Technologische Kompetenz und Transformation mittels Künstlicher Intelligenz sind für diesen Weg von entscheidender Bedeutung."
"Vor mehr als 20 Jahren haben wir ohne Erfolg versucht, das Unternehmen zu erwerben", so der Springer-Chef weiter ausführend. "Nun wird unser Traum wahr."
Mit der Übernahme geht der Daily Telegraph, eine der ältesten Zeitungen Großbritanniens, die laut Branchendarlegungen "enge Verbindungen zum britischen Establishment und zur Konservativen Partei unterhält", final in deutschen Besitz über.
Das Verlagshaus Axel Springer erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und einen Gewinn von 738 Millionen Euro und ist damit einer der weltweit größten Nachrichtenverlage.
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