Inzwischen hat man sich an derartige Zahlen schon gewöhnt. Schließlich haben bereits VW und BMW über sinkende Zahlen berichtet. Jetzt hat Mercedes seine Zahlen für 2025 vorgelegt. Dabei ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozent zurück, das Konzernergebnis sank um 48,8 Prozent (ist aber immerhin mit 5,33 Milliarden immer noch positiv). Die Umsatzrendite ist von 8,1 Prozent auf 5 gesunken – und das, obwohl Mercedes vor allem Fahrzeuge der Oberklasse baut (interessanterweise gibt es keinen Unterschied in der Umsatzrendite zwischen Elektrofahrzeugen und solchen mit Verbrennermotor).
Den größten Umsatzeinbruch gab es in China, wo ein Drittel der Fahrzeuge verkauft wird. Dort ging der Absatz um 19 Prozent zurück. Die Fahrzeuge werden jetzt bereits überwiegend in China produziert, mit Ausnahme der S-Klasse; im vergangenen Jahr wurden etwa 552.000 Wagen in China abgesetzt. Die örtliche Konkurrenz ist inzwischen stark, auch im Luxussegment.
Der Absatz von Elektrofahrzeugen stieg leicht um 0,3 Prozent, allerdings stammt die Zunahme nur aus dem Verkauf von Hybriden; bei reinen Elektrofahrzeugen ging er um 8,8 Prozent zurück.
Ziel für das Jahr 2026 soll sein, wieder auf einen Absatz von zwei Millionen Fahrzeugen zu kommen; zuletzt waren es noch 1,8 Millionen. Allerdings sind die Erwartungen, bezogen auf die Umsatzrendite, nicht allzu hoch; gerechnet wird mit einem Wert zwischen drei und fünf Prozent.
Schon seit Anfang 2024 laufen bei Mercedes Sparprogramme. Weltweit wurde ein Arbeitsplatzabbau von 29.000 Stellen verkündet, der in Deutschland, wo noch über 80.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, aber ohne betriebsbedingte Kündigungen abläuft. Zuletzt wurde bekannt, dass die Produktion aus Deutschland nach Ungarn verlagert werden soll. Zudem werden die Beschäftigten im laufenden Jahr weniger als die Hälfte der früheren Prämie erhalten.
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