"Widerwärtiger Charakter": Iranischer Außenminister attackiert Kanzler Merz

"Politisch naiv, widerwärtiger Charakter" - Irans Außenminister Abbas Araghtschi attackiert Kanzler Friedrich Merz scharf. Merz spricht inzwischen nicht mehr über die Proteste in Iran, sondern verknüpft – ähnlich wie Donald Trump – das Iran-Thema nun mit dem Atomprogramm.

Der iranische Topdiplomat Abbas Araghtschi hat Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Plattform X persönlich angegriffen und ihm "politische Naivität" sowie einen "widerwärtigen Charakter" vorgeworfen. Zudem äußerte der Chefdiplomat die Hoffnung auf einen Regierungswechsel in Berlin: "Wir hoffen, dass Deutschland wieder eine reifere und ehrenhaftere politische Führung bekommt."

Der diplomatische Schlagabtausch entzündete sich zuletzt an Äußerungen von Merz, wonach die Entwicklungen in Iran den regionalen Friedensbemühungen entgegenstünden. Deutschland sei bereit, den Druck zu erhöhen und Gespräche aufzunehmen, um das iranische Atomprogramm rasch zu beenden, so Merz.

Der nicht gut informierte Merz hatte zuvor im Zuge der Unruhen in Iran behauptet, dass die Islamische Republik am Ende sei: "Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen." Teheran wertete dies als "verantwortungslose Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans".

Merz spricht allerdings seit Tagen nicht mehr über die Proteste in Iran. Stattdessen fordert er – ähnlich wie Donald Trump – Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch über das iranische Atomprogramm auf.

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