Bundesagentur: Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand seit ‍fast zwölf Jahren

Die aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) verheißen wenig Gutes für die Steuerkassen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist demnach zu Jahresbeginn mit über drei Millionen Menschen auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren gestiegen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) schildert in ihrer aktuellen Pressemitteilung die nüchternen Fakten zur Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Aktuell gebe es demnach "nur wenig Dynamik", belegt durch die hohen Arbeitslosenzahlen zu Jahresbeginn. Diese hätten aus "jahreszeitlichen Gründen" deutlich zugenommen und belegbar die Marke von drei Millionen überschritten, so die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit mitteilend.

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, erklärte bei der monatlichen BA-Pressekonferenz in Nürnberg, dass aufgrund der wetterbedingten Winterpause die Gesamtarbeitslosigkeit im Januar 2026 "um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen" sei. Die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich dabei zuvor im Dezember auf 3,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote (Erwerbslose und Minijobber) stieg parallel um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. 

Zum Thema "Geldleistungen bei Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit" lauten die präsentierten Zahlen:

"1.142.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im Januar 2026 Arbeitslosengeld, 117.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im Januar auf 3.826.000."

Damit seien insgesamt 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen "im erwerbsfähigen Alter hilfebedürftig", so die BA-Mitteilung. Diese Zahl beinhaltet auch jene Bedürftigen, die zwar einer Arbeit nachgehen, aber mit Bürgergeld ihre Bezüge aufstocken müssen, um ihren Alltag bewältigen zu können. Fakten zum Status quo des Arbeitsmarktes lauten:

"In der Nachvermittlung waren von Oktober 2025 bis Januar 2026 84.000 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber für einen sofortigen Ausbildungsbeginn auf Ausbildungssuche. Das waren 12.000 mehr als im letzten Jahr. Dem standen 64.000 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber, 15.000 weniger als im Vorjahr."

Zum Jahresende 2025 hatte BA-Chefin Nahles erklärt, dass die Chancen für Arbeitslose in Deutschland, einen Job zu finden "ein Rekordtief erreicht" hätten. So führte sie aus:

"Wir haben einen Indikator, der anzeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für arbeitslose Menschen ist, wieder einen Job zu finden. Der Wert liegt meist um sieben, jetzt aber bei 5,7 – so niedrig wie nie zuvor."

Der Arbeitsmarkt im Vorjahr sei "seit Monaten wie ein Brett", es komme "kein Schwung rein", so Nahles gegenüber dem Portal Web.de.

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