Ulm: Messerangriff in Einkaufszentrum ‒ Angreifer von Polizei niedergeschossen

Am frühen Nachmittag wurde zuerst ein Großeinsatz der Polizei in Ulm berichtet. Bald darauf wurde klar, was ihn ausgelöst hatte: ein Messerangriff in einem Elektronikmarkt. Inzwischen sind erste Details über den Täter bekannt.

In einem Mediamarkt in Ulm hat am Mittag ein 29-jähriger Eritreer zwei Männer, laut dpa Mitarbeiter des Elektronikmarkts, mit dem Messer angegriffen und verletzt, einen davon lebensgefährlich. Danach flüchtete er. Auf der Terrasse eines Schnellrestaurants wurde er von der Polizei gestellt und bedrohte die Beamten mit dem Messer. Daraufhin schossen die Polizisten auf ihn und verletzten ihn schwer. Aktuell wird auch er im Krankenhaus behandelt.

Der Angriff löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Das Geschäft wurde zur Spurensicherung geschlossen.

Es ist noch unklar, was die Tat ausgelöst hat und ob Täter und Opfer einander kannten. Der Eritreer ist allerdings laut Presseerklärung der Polizei bereits in der Vergangenheit "wegen Gewaltdelikten aufgefallen" und war bis Dezember 2025 in Haft. Nun soll gegen ihn ein Haftbefehl beantragt werden. Abschiebungen nach Eritrea finden nicht statt.

Erst im März vergangenen Jahres hatte es in Ulm einen vergleichbaren Vorfall gegeben: Ein 54-jähriger Iraner hatte einen Mann erstochen und zwei Frauen verletzt. Auch dieser Angreifer konnte erst durch den Einsatz der Schusswaffe aufgehalten werden. 2022 hatte in der Nähe von Ulm ein anderer Eritreer ein Mädchen auf dem Schulweg erstochen.

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