Alarmbrief von Handwerkern an Kanzler Scholz: "Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?"

Stetig steigende Energiepreise veranlassten 16 Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis, einen scharf formulierten offenen Brief an Bundeskanzler Scholz zu richten. Die besorgten Handwerker fordern aufgrund der steigenden Kosten ein umgehendes Ende aller Russland-Sanktionen.

Die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis in Sachsen-Anhalt sieht sich als Interessenvertretung der selbstständigen Handwerksmeister dieser Region. In einem offenen Brief richten 16 Mitglieder eindeutige Worte an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und gehen auf die Ängste, Sorgen und Nöte der Bürger ein. So heißt es in dem Brief:

"Wir als Handwerker wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass die breite Mehrheit nicht gewillt ist, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern. Es ist auch nicht unser Krieg!"

Die Unterzeichner machen sich "berechtigte Sorgen, Sorgen um die Zukunft unserer Kinder und Enkel, Sorgen um den Fortbestand unserer Betriebe. Sorgen um unser Land". Weiter heißt es:

"Am 8. Dezember 2021 haben Sie geschworen, dass Sie Schaden vom deutschen Volk abwenden werden. Wir appellieren an Ihre Ehre: Erfüllen Sie diesen Schwur!"

Die Handwerker betonen zu Beginn des Schreibens, dass "der Angriff Russlands auf die Ukraine ein klarer Verstoß gegen Artikel zwei der UN-Charta" sei und daher "als schweres Verbrechen gesehen und kritisiert" werde. Bezüglich einer solidarischen und unterstützenden Regierungspolitik gegenüber der Ukraine wird auf die Veröffentlichung von Transparency International Deutschland e.V. verwiesen, wonach die Ukraine "im Jahr 2021 bei der Korruption Platz 122 belegte. Kein anderes europäisches Land schneidet hier schlechter ab", so die Verfasser, um dabei mahnend den Zitat-Klassiker des ehemaligen SPD-Verteidigungsministers Peter Struck zu adaptieren:

"Wird jetzt die Sicherheit Deutschland in der Ukraine verteidigt? Nein, es ist 20 Jahre später wieder der gleiche Fehler."

Mit dem Wissen und der Sorge, dass es in Deutschland "rumort", Preise in einem Tempo steigen würden, "dass 'Otto Normalverdiener' seinen Lebensunterhalt bald nicht mehr bezahlen kann", zeitnah Entlassungen und Schließungen von Betrieben drohen, wird Kanzler Scholz unmissverständlich gefragt:

"Wollen Sie der Kanzler sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat? Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?"

Die Forderungen der Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis lauten daher:

Am Ende des offenen Briefes appellieren die Verfasser an Scholz, dass es nicht darum gehe, ob das Land, die Bürger "ein oder 2 Grad weniger Raumtemperatur oder ob Schwimmbäder ihre Wassertemperatur senken müssen". Es gehe vielmehr um Folgendes:

"Wir reden hier vom Sterben Deutschlands! Das erkennen viele Menschen in unserem Land, warum Sie nicht?"

Die finale Forderung an den Bundeskanzler lautet klar formuliert: "Ändern Sie Ihren Kurs. Im Interesse unserer Heimat."

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