Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat laut Bild in einer Video-Konferenz der Unionsfraktion angekündigt, die Corona-Maßnahmen mindestens bis nächstes Jahr zu verlängern. Das Springer-Blatt bezieht sich auf Informationen "von Teilnehmern". Demnach äußerte sich Spahn hinsichtlich der Beibehaltung der Maskenpflicht im ÖPNV:
"Noch einmal durchhalten bis zum Frühjahr!"
Diese Nachricht kommt zeitgleich mit der Meldung aus Dänemark, wo ab morgen die Maskenpflicht in weiten Teilen des ÖPNV entfallen wird. Während der dänische Verkehrsminister Benny Engelbrecht ankündigt, "zu einem normaleren Alltag" zurückzukehren und "der Maske in Bussen, Zügen und U-Bahnen 'Adieu' zu sagen", sollen laut Spahn weiterhin alle Verkehrsteilnehmer, ob geimpft oder nicht, eine Maske tragen.
Spahn soll laut Bild argumentiert haben:
"Die vierte Welle kommt. Wir haben aber noch nicht so viele geimpft, dass eine Belastung des Gesundheitswesens ausgeschlossen ist. Jeder, der nicht geimpft ist, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten anstecken."
Der CDU-Politiker warnt vor einer möglichen Überlastung des Gesundheitssystems und spricht sich daher für eine weitere Verlängerung der epidemischen Lage aus. Spahn zeigte sich in dem Gespräch mit seiner Fraktion selbstbewusst, dass "die große Mehrheit der Deutschen" die Corona-Politik der Bundesregierung mittragen würden – "anders, als die Bild behauptet".
Darüber hinaus äußerte Spahn:
"Maske tragen ist doch keine Lebenseinschränkung."
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