Nord Stream 2 AG beantragt Inkrafttreten von Baugenehmigung in deutschen Gewässern

Die Nord Stream 2 AG hat bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf sofortiges Inkrafttreten der Baugenehmigung der Gaspipeline Nord Stream 2 in deutschen Gewässern gestellt. Bisher wurde der Zeitpunkt der Entscheidungsgabe nicht übermittelt.

Der Betreiber der Gaspipeline Nord Stream 2, die Nord Stream 2 AG, hat beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) einen Antrag auf sofortige Reaktivierung der bereits früher erteilten Baugenehmigung in deutschen Gewässern gestellt. Diese wurde auf unbestimmte Zeit wegen des Einspruchs von Umweltorganisationen eingefroren. Nord Stream 2 steht unter anderem unter Zeitdruck, da die erteilte Baugenehmigung nur bis Ende Mai gültig ist.

Unterdessen teilte ein Sprecher der Nord Stream 2 AG mit, der Antrag wurde schon im Dezember gestellt. Die zuständige Behörde bestätigte den Eingang des Antrages und präzisierte, der Antrag werde bereits geprüft. Bisher wurde der Zeitpunkt der Entscheidung nicht übermittelt. Die Nord Stream 2 AG reagierte auf diese Weise auf eine Beschwerde deutscher Umweltorganisationen gegen die Fortsetzung des Baus der Gaspipeline in deutschen Gewässern, um wie geplant und genehmigt weiterbauen zu können. Das Inkrafttreten der BSH-Entscheidung wurde wegen der Beschwerde ausgesetzt.

Nord Stream 2 sieht den Bau von zwei weiteren Gaspipelines mit einer Gesamtkapazität von 55 Mrd. Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland vor. Bisher wurden 95 Prozent von Nord Stream 2 fertiggestellt. Die Verlegung der Rohre ist jetzt in dänischen Hoheitsgewässern im Gange.

Mehr zum Thema - US-Außenministerium: 18 Firmen ziehen sich aus Nord Stream 2 wegen Druck aus Washington zurück