Thüringer Landkreis Sonneberg ruft Katastrophenfall wegen Corona-Gesundheitskrise aus

Der Landkreis Sonneberg in Südthüringen hat am Dienstag bedingt durch die Corona-Gesundheitskrise den Katastrophenfall ausgerufen. Dadurch soll ein rechtlicher Rahmen für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften, die Personalengpässe kompensieren sollen, geschaffen werden.

Der Thüringer Landkreis Sonneberg hat am Dienstag bedingt durch die Corona-Gesundheitskrise den Katastrophenfall ausgerufen. Durch die Lage in mehreren Pflege- und Betreuungseinrichtungen, dem Rettungswesen und den örtlichen Krankenhäusern sei die Situation sehr angespannt. Es gebe große Personalengpässe, deshalb zog Landrat Hans-Peter Schmitz (parteilos) nun Konsequenzen:

"Nach sorgfältiger Prüfung haben wir uns entschlossen, den Katastrophenfall auszurufen, um das Leben und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen zu schützen."

Die Ausrufung des Katastrophenfalls soll vor allem dazu dienen, einen rechtlichen Rahmen zum Einsatz von ehrenamtlichen Kräften, die den Personalmangel kompensieren sollen, rechtlich abzusichern und "um die Bewältigung der diffusen pandemischen Lage in wesentlichen Bereichen der Daseinsvorsorge zu gewährleisten".

Die zur Verfügung stehenden Kräfte sollen dann unter einheitlicher Leitung gebündelt werden und im Bedarfsfall umgehend eingesetzt werden. Zur Koordinierung sei eine Sanitätseinsatzleitung gebildet worden. Weiterhin wurde der Katastrophenschutz des Landkreises in Alarmbereitschaft versetzt.

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