Russische Musik in Berlin mit Waleri Gergijew: Eindrücke, Stimmen und … Politik (Video)

Was muss man als Künstler tun, um in Deutschland das Prädikat "umstritten" zu verdienen? Mit Wladimir Putin auf gutem Fuß stehen und seine Politik loben. Das trifft auf den Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker Waleri Gergijew zu. Am 3. Juni trat er in Berlin auf.

Seit 31 Jahren leitet Gergijew das traditionsreiche Mariinski-Theater in Sankt Petersburg. Nebenbei wird er seit vielen Jahren auch von den besten Häusern Europas als Chefdirigent verpflichtet – von 2005 bis 2013 war er bei den Londoner, seit 2015 ist er bei den Münchner Philharmonikern tätig. Über seine Person wird in Deutschland heftig gestritten. Ihm werden eine "unreflektierte Haltung zu Wladimir Putin" und Nähe zur Macht vorgeworfen.

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In der Tat: Gergijew verheimlicht seine politischen Ansichten nicht und macht sich immer wieder mit seinen Äußerungen von sich reden. Doch die Vorwürfe haben mit seiner Bedeutung für Musik und Kultur nichts zu tun. Mit seinen Interpretationen russischer Musik besuchen Gergijew und sein Mariinski-Orchester Berlin zum zweiten Mal in diesem Jahr. RT Deutsch war bei seinem Auftritt in Berliner Konzerthaus, wo er weniger bekannte Stücke der russischen Komponisten Pjotr Tschajkowski, Rodion Schtschedrin und Dmitri Schostakowitsch aufführte.

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