Grammys 2026: Trump empört über Noahs Epstein-Witz – rechtliche Schritte angekündigt (VIDEO)

Die 68. Grammys in Los Angeles waren von politischem Protest geprägt. Künstler wie Bad Bunny, Billie Eilish und Olivia Dean kritisierten die US-Einwanderungspolitik und forderten "ICE raus". Moderator Trevor Noah witzelte über Trump und Epstein, was zu Drohungen des Präsidenten führte.

Die 68. Grammy-Verleihung war mehr als ein glitzerndes Fest der Musikindustrie. Sie wurde zu einer Bühne für politischen Protest, bei der Künstler der US-Einwanderungspolitik die Stirn boten. Während die Show auf dem roten Teppich und im Saal glänzte, dominierte die Botschaft: ICE raus.

Latin-Superstar Bad Bunny nutzte seine Dankesrede für eine klare, kaum zu überhörende Botschaft:

"Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner."

Damit stellte er die humanitäre Dimension der Migrationsdebatte in den Mittelpunkt – eine Dimension, die in Washington von der aktuellen Regierung unter Donald Trump beharrlich ignoriert wird.

Der südafrikanische Comedian und Ex-CNN-Moderator Trevor Noah, der die Veranstaltung moderierte, richtete scharfe Spitzen gegen Donald Trump und dessen prominente Unterstützer.

Mit spitzer Ironie machte er Nicki Minaj zur Zielscheibe seiner Satire. Ein Witz über Jeffrey Epstein und die angebliche Nähe Trumps zu dem verurteilten Sexualstraftäter führte zu einer heftigen Reaktion des Präsidenten.

Auf seiner Plattform Truth Social drohte Trump Noah mit rechtlichen Schritten und zeigte erneut, wie dünnhäutig er auf Kritik reagiert.

Doch die politische Dimension der Grammys beschränkte sich nicht auf einzelne Späße. Zahlreiche Künstlerinnen wie Billie Eilish, Olivia Dean und Kehlani nutzten ihre Auftritte, um öffentlich gegen die Praktiken der Einwanderungsbehörde ICE zu protestieren. Die Symbolik war deutlich: Pins und Buttons, Ansprachen in Dankesreden, öffentliche Solidarität mit Betroffenen von Abschiebungen.

Die Reaktionen auf die Gala zeigen, wie sehr sich Unterhaltung und Politik in den USA inzwischen vermischen. Die Unterhaltungsbranche wird zum Sprachrohr gesellschaftlicher Unzufriedenheit. 

Die Grammys 2026 machten deutlich, wie eng Unterhaltung und Politik in den USA mittlerweile verknüpft sind. Los Angeles, traditionell demokratisch geprägt wie die Oscars, bot Künstlern und Musikern die Bühne, um ihre Anti-Trump-Haltung unverblümt zu zeigen.

Auf der Grammy-Bühne verschmolzen Satire, Protest und moralische Statements zu einem öffentlichen Tribunal, das gesellschaftliche Konflikte von der Flüchtlingspolitik bis zu Fragen von Macht, Moral und Medien widerspiegelt.

Auftritte wie die von Trevor Noah (ehemals CNN) und Bad Bunny, beide mit Migrationshintergrund, verdeutlichen, dass sich Prominente zunehmend als moralische Akteure gebärden. Sie nutzen ihre Reichweite, um Missstände offen anzuprangern, geraten dabei aber zugleich ins Visier politischer Kräfte, die Kritik nicht tolerieren. Die Grammy-Verleihung zeigt, dass Glamour längst keine Schutzblase mehr ist – Politik dominiert die Bühne.

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