Ukraine: Аcht Festnahmen nach Diebstahl von Banksy-Graffiti

Eines von sieben Graffiti des britischen Straßenkünstlers Banksy, die er in der Ukraine geschaffen hat, wurde aus der Wand eines Gebäudes in Gostomel geschnitten. Die Diebe ließen das Banksy-Werk mitgehen und wurden nun offenbar festgenommen.

Der weltberühmte britische Straßenkünstler Banksy hat kürzlich eine Reihe von Fotos und Videos seiner neuen Arbeiten an verschiedenen Orten im Gebiet von Kiew veröffentlicht. Später bestätigte er in einem Gespräch mit der Kunstfachzeitung The Art Newspaper seine Urheberschaft an "sieben Wandbildern an verschiedenen Orten, darunter in der Hauptstadt Kiew, im Vorort Irpen und in der Stadt Borodjanka". "Die neuen Werke sind die ersten öffentlichen Wandmalereien von Banksy seit mehr als einem Jahr", betonte The Art Newspaper. Daraufhin leiteten die Behörden des Ortes Borodjanka ein Verfahren zur Eintragung der Graffiti in die Liste des Kulturerbes ein. Medienberichten zufolge wurde die örtliche Polizei über die Notwendigkeit informiert, diese Orte zu schützen.

Das hat aber wenig gebracht: Am 2. Dezember berichteten ukrainische Medien, dass Banksys Graffiti in Gostomel bei Kiew gestohlen worden sei. Die Diebe schnitten das Kunstwerk – eine Frau im Morgenmantel, mit Lockenwicklern im Haar, mit Gasmaske und Feuerlöscher in der Hand – aus der Wand heraus.

Nun hat Andrei Nebytow, der Leiter des nationalen Polizeipräsidiums in dem Gebiet, auf Telegram mitgeteilt, dass die Diebe festgenommen worden seien:

"Sie haben das Banksy-Graffiti aus der Wand geschnitten. Die Tätergruppe wurde von der Polizei enttarnt."

"Das Ermittlungsteam begab sich sofort zu dem Ort und konnte acht Personen auffinden, die nun identifiziert sind."

Nach Angaben von Nebytow seien die Festgenommenen zwischen 27 und 60 Jahren alt und stammten aus Kiew und Tscherkassy. Das Banksy-Graffiti werde nun bei der Polizei in Butscha aufbewahrt, fügte er hinzu.

Zuvor wurde in den Medien darüber berichtet, dass der Erlös aus dem Verkauf von Banksys Anti-Kriegs-Graffiti bei einer Online-Auktion in London an das größte Kinderkrankenhaus in Kiew gespendet wurde. Die russische Ausgabe von Forbes schrieb Ende März dieses Jahres:

"In einer Online-Auktion in London wurde das Anti-Kriegs-Gemälde 'CND Soldiers' des britischen Street-Art-Künstlers Banksy für 81.000 Pfund (etwa 106.505 US-Dollar) versteigert. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf wird an ein Kinderkrankenhaus in Kiew gespendet. Dies teilte das Maklerunternehmen MyArtBroker, das die Auktion durchführte, in seinem Twitter-Account mit."

"Das Gemälde aus dem Jahr 2005, das zwei Soldaten zeigt, die ein Friedenszeichen – das Symbol der Kampagne für nukleare Abrüstung – an eine Wand malen, wurde von einem anonymen Spender für die Auktion gestiftet."

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