Ukraine: Russischer RIA-Journalist Wyschinski gegen Bürgschaft aus Haft entlassen

Der russische Journalist Kirill Wyschinski, der seit über einem Jahr in der Ukraine wegen "Landesverrat" in Haft sitzt, ist gegen eine persönliche Bürgschaft aus der Haft entlassen worden. Wyschinski hat sich verpflichtet, bei weiteren Gerichtsverhandlungen anwesend zu sein.

Zuvor hatten die Anwälte von Wyschinski den Richter gebeten, den Journalisten aus der Haft zu entlassen. Heute stimmte die Staatsanwaltschaft dem Antrag zu.

Wyschinski erklärte, er habe nicht vor, sich zu verstecken, und versprach, bei den weiteren Gerichtsverhandlungen anwesend zu sein. Er sagte, dass die Anschuldigungen gegen ihn "so absurd sind, dass es in meinem Interesse liegt, ihre sinnlose Natur zu beweisen."

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Der Leiter der Nachrichtenagentur RIA Nowosti Ukraine wurde im Mai 2018 vom ukrainischen Geheimdienst SBU in Kiew festgenommen. Ihm werden Landesverrat sowie Unterstützung der selbsternannten Donbass-Republiken vorgeworfen.

Wyschinski hatte mehrmals betont, dass sein Fall politisch motiviert sei und wies alle Vorwürfe zurück. Er behauptete, seine Berichterstattung habe die Positionen beider Konfliktparteien berücksichtigt.

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