Zverev krönt sich zum Grand-Slam-Champion – erster deutscher Titel seit 30 Jahren

Alexander Zverev hat am Sonntag das French-Open-Finale gegen Flavio Cobolli gewonnen. Der 29-Jährige ist damit der erste deutsche Grand-Slam-Sieger seit Boris Becker vor 30 Jahren.

Alexander Zverev hat Geschichte geschrieben. Der 29-Jährige gewann am Sonntag das Finale der French Open gegen Flavio Cobolli mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 und sicherte sich damit seinen ersten Grand-Slam-Titel. Gleichzeitig beendete er die 30-jährige Durststrecke der deutschen Herren bei den vier großen Tennis-Turnieren.

Zverev triumphierte als erster Deutscher seit Boris Becker auf höchster Ebene. Beckers letzter Grand-Slam-Sieg datiert aus dem Jahr 1996 bei den Australian Open. Auf dem roten Sand von Roland Garros hatte zuvor noch nie ein deutscher Mann in der Open Era gewonnen.

Der Weltranglisten-Zweite zeigte im Finale eine beeindruckende mentale Stärke. Nach einem klaren ersten Satz musste er zwar den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen, kämpfte sich aber zurück und ging mit 2:1 in Führung. Im vierten Satz ließ Cobolli im Tiebreak seine ganze Klasse aufblitzen und erzwang den Entscheidungssatz. Dort war Zverev dann jedoch wieder der deutlich bessere Spieler und holte sich den Titel souverän mit 6:1.

Zverev gab im gesamten Turnier lediglich drei Sätze ab und wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Die frühen Ausfälle von Topfavoriten wie Jannik Sinner und Novak Djokovic sowie die verletzungsbedingte Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz hatten ihm den Weg zum Titel geebnet. Dennoch musste der Hamburger in den entscheidenden Momenten selbst liefern – und das tat er.

Mit 41 Grand-Slam-Teilnahmen war es ein langer Weg bis zum ersten großen Titel. Drei verlorene Finals (US Open 2020, French Open 2024, Australian Open 2025) lagen hinter ihm. Umso größer ist nun die Erlösung.

Mehr zum Thema – Eishockey: Weltverband will Russland zurück – Ausschluss für Saison 2026/27 annuliert