Medien: Russische Fregatte eskortiert Tanker der "Schattenflotte" in britischen Gewässern

Eine russische Fregatte soll am Mittwoch zwei Tanker im Ärmelkanal begleitet haben, wird in der Zeitung "The Telegraph" erklärt. Die Schiffe gehören laut den britischen Behörden zu der russischen "Schattenflotte". Keir Starmer drohte zuvor mit scharfen Maßnahmen gegen sanktionierte Tanker.

Laut einem Bericht der Zeitung The Telegraph haben zwei Tanker der russischen "Schattenflotte" am Mittwoch den Ärmelkanal westwärts durchquert. Die Tanker "Universal" und "Enigma" seien dabei von der Fregatte "Admiral Grigorowitsch" der russischen Schwarzmeerflotte begleitet worden. Die Schiffe sollen entlang der britischen Südküste passiert haben, gefolgt von der "RFA Tideforce", einem Hilfsschiff der Royal Navy Auxiliary.

Somit scheinen die russischen Behörden, die Warnung des britischen Premiers Keir Starmer ignoriert zu haben. Im The Telegraph wird daran erinnert, dass Starmer Ende März die Marine ermächtigt hatte, sanktionierte russische Schiffe in den britischen Gewässern festzuhalten und zu inspizieren. Bislang wurde jedoch kein Schiff aufgebracht.

London verhängte im vergangenen Jahr Sanktionen gegen die beiden Tanker. Laut der Zeitung wurden am Mittwoch zwei weitere sanktionierte Schiffe identifiziert. Die "Desert Kite" unter der gambischen Flagge und die "Kousai" aus Sierra Leone sollen auf dem Ärmelkanal ostwärts gefahren sein.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte als Reaktion auf den Zeitungsbericht, dass Russland in den letzten Monaten Fälle von Piraterie in internationalen Gewässern beobachtet habe. Dadurch sei auch den wirtschaftlichen Interessen des Landes geschadet worden. Russland sei berechtigt, Maßnahmen zum Schutz seiner Interessen zu ergreifen.

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