Serbien und Ungarn stoppen Exporte von Öl und Kraftstoff

Die Behörden in Serbien und Ungarn haben vorübergehend Exportverbote für Öl und Kraftstoffe eingeführt, um wirtschaftliche Auswirkungen der Spannungen im Nahen Osten vorzubeugen. Budapest ordnete zudem die Freigabe der nationalen Ölreserven an.

Angesichts der Eskalation im Nahen Osten haben die Regierungen in Serbien und Ungarn beschlossen, die Exporte von Öl und Kraftstoff einzustellen. Laut einer Erklärung des serbischen Bergbau- und Energieministeriums vom Montag bleibt das Verbot, das unter anderem Diesel und Benzin betrifft, bis zum 19. März in Kraft. Damit strebe die Regierung in Belgrad an, den Binnenmarkt vor Defizit und Preissprung aufgrund globaler Störungen zu schützen.

Ungarn stellte die Ausfuhren von Rohöl, Benzin (95 Oktan) und Diesel ein, teilte Wirtschaftsminister Márton Nagy auf Facebook mit. Außerdem gab Budapest die Ölreserven des Landes für 45 Tage frei und führte am 10. März eine Obergrenze für die Abgabe von Benzin und Diesel ein. Die Entscheidung wurde aufgrund des Ölpreisanstiegs in der EU getroffen, bedingt durch die amerikanisch-israelische Militäroperation gegen Iran sowie die Aussetzung des Transits durch die Druschba-Ölpipeline.

Nach dem Angriff der USA und Israels hatte Iran die Straße von Hormus und damit die Ausfahrt von Öl- und Gastankern aus dem Persischen Golf blockiert. Die Golfstaaten begannen, die Ölförderung aus Furcht vor Speicherfüllung zu drosseln.

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