Moskau: Russischer Gastanker von ukrainischen Drohnen im Mittelmeer attackiert

Nach Angaben des Transportministeriums in Moskau haben unbemannte Boote der Ukraine einen russischen Gastanker nahe Malta angegriffen. Alle Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden. Den Vorfall klassifiziert das Ministerium als Akt des internationalen Terrorismus.

Russland hat den Angriff auf seinen Gastanker "Arctic Metagaz" im Mittelmeer bestätigt. Laut der Mitteilung des Transportministeriums ereignete sich der Vorfall am 3. März in unmittelbarer Nähe der Hoheitsgewässer des EU-Staates Malta. Das Schiff war im Hafen von Murmansk gestartet, mit gemäß allen internationalen Vorschriften abgefertigter Fracht an Bord.

Der Angriff sei von der libyschen Küste aus mit unbemannten Booten der Ukraine durchgeführt worden, führte das Ministerium weiter aus. Dank der koordinierten Bemühungen der maltesischen und russischen Rettungsdienste konnte die gesamte Besatzung von 30 russischen Staatsbürgern gerettet werden.

Das Ministerium stuft den Vorfall als Akt des internationalen Terrorismus und der Seepiraterie sowie als groben Verstoß gegen die grundlegenden Normen des internationalen Seerechts ein. Derartige Handlungen, die mit dem Einverständnis der Behörden von EU-Mitgliedstaaten begangen würden, dürften seitens der internationalen Gemeinschaft nicht unbemerkt bleiben.

Zunächst hatte die Nachrichtenagentur Reuters in der vergangenen Nacht über den Vorfall mit der Arctic Metagaz berichtet. Demnach geriet das Schiff nach dem Angriff in Brand. Die Streitkräfte von Malta gaben bekannt, dass die Besatzungsmitglieder im Zuge einer Suchaktion in einem Rettungsboot im libyschen Such- und Rettungsbereich gefunden worden seien.

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