Am Freitagnachmittag wurde in einen Schönheitssalon in der französischen Stadt Grenoble eine Granate geworfen. Der Mann, der die Granate durch den Eingang geworfen hat, war bei der Tat nicht allein – ein Video der Attacke, das im Internet kursiert, belegt, dass mindestens noch eine zweite Person, eben der Kameramann, daran beteiligt war.
Der Angriff verletzte sechs Personen leicht, darunter ein fünfjähriges Kind. Alle Verletzungen stammten vom Glas der Ladenfront. "Das war keine Maschine, die töten sollte, angesichts der Tatsache, dass es weder eine bedeutende Sprengladung noch Metallelemente gab", sagte Étienne Manteaux, der Staatsanwalt von Grenoble. Vielmehr sei es ein "Akt der Einschüchterung" gewesen. Der Anschlag zeige aber eine "Grenzenlosigkeit, eine Inbesitznahme öffentlichen Raums, die besonders besorgniserregend ist."
Der Schönheitssalon liegt in der Nähe eines Stadtbezirks, der für Drogenhandel und unzählige gewaltsame Zusammenstöße in den letzten Jahren bekannt ist. In einem anderen Randbezirk von Grenoble, der ebenfalls vom Drogenhandel beherrscht wird, war es bereits am 15. Februar 2025 zu einem Granatenangriff gekommen, bei dem 15 Personen verletzt wurden, sechs davon schwer. Zehn Tage danach wurde ein 17-Jähriger angeklagt, die Granate geworfen zu haben.
Mehr zum Thema - Paris und London: Diese Woche beginnt der "Asylbewerbertausch"