Polen: Beamter im Verteidigungsministerium unter Verdacht auf Spionage für Moskau und Minsk

Ein Mitarbeiter des polnischen Verteidigungsministeriums steht unter Verdacht, mit ausländischen Geheimdiensten zu kooperieren. Laut Medienberichten hatte der 60-jährige Mann, der am Dienstag festgenommen wurde, Kontakt zu Geheimdiensten in Moskau und Minsk.

Behörden in Polen haben am Dienstag einen Mitarbeiter des nationalen Verteidigungsministeriums festgenommen. In der offiziellen Mitteilung wurde der Pole als langjähriger Beamter bezeichnet, der unter Verdacht der Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten steht. Ermittlungsmaßnahmen seien im Gange. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Jacek Dobrzyński, ein Sprecher des Ministerkoordinators der polnischen Sicherheitsdienste, bestätigte die Informationen am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Er fügte hinzu, dass es sich bei dem Festgenommenen um einen langjährigen zivilen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums handelte, der kein hochrangiger Beamter war. Seit geraumer Zeit habe dieser bereits unter der Überwachung des militärischen Spionageabwehrdienstes gestanden.

Laut einem Bericht der Publikation Onet handelt es sich um einen 60-jährigen Mann, der seit mehr als 30 Jahren im Ministerium tätig war. Er wurde der Zusammenarbeit mit Vertretern der russischen und weißrussischen Geheimdienste verdächtigt. Mit Verweis auf eine namentlich genannte Quelle präzisiert Onet, dass der Verdächtige direkten Kontakt zu Personen hatte, die als "Vertreter östlicher Geheimdienste" identifiziert wurden. Nach Angaben des Wall Street Journal arbeitete der Beamte in der Abteilung für Strategie und Planung des Verteidigungsministeriums. Für die Tätigkeit zugunsten eines ausländischen Geheimdienstes droht ihm eine langjährige Haftstrafe.

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