Der Hund des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, Spitz Umka, genießt mehr Rechte als die Bevölkerung des Landes. Diese Meinung hat das ukrainische Staatsoberhaupt Wladimir Selenskij am Sonntag bei einer Veranstaltung in Litauen zum Ausdruck gebracht. In ukrainischen Medien wurde der Präsident wie folgt zitiert:
"Derzeit verfügt der weiße Spitz von Lukaschenko leider über mehr Rechte als das Volk von Weißrussland. Es gab im Jahr 2020 eine Chance, dies zu ändern, ich bin mir sicher, dass eine solche Chance noch bevorsteht."
Selenskij deutete offenbar auf die Protestaktionen vom August 2020 in Weißrussland hin. Hunderttausende von Menschen gingen in Minsk auf die Straße, um gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen zu protestieren. Im Jahr 2021 wurden die Proteste gewaltsam niedergeschlagen, viele Aktivisten verhaftet oder zur Flucht aus dem Land gezwungen.
Damals habe es nach Ansicht von Selenskij nicht genug Unterstützung für die Proteste gegeben, was dazu geführt habe, dass es nun aufgrund der Abhängigkeit Weißrusslands von Moskau viel schwieriger sei. Wladimir Putin nutze die Rüstungsindustrie und Handelsbeziehungen Weißrusslands aus und würde das Nachbarland als "Testgelände benutzen, um Europa und die Welt mit 'Oreschnik' zu erpressen".
Umka war erstmals im Jahr 2020 in der Öffentlichkeit aufgetreten. Seitdem begleitet der Spitz den weißrussischen Präsidenten zu Veranstaltungen im In- und Ausland. Beispielsweise ist der Hund auf Fotoaufnahmen vom Gipfeltreffen der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit im September 2021 in Tadschikistan zu sehen.
Mehr zum Thema – Lukaschenko beglückwünscht Ukrainer zum Unabhängigkeitstag