Kiews Machthaber Wladimir Selenskij präsentierte sich im schweizerischen Davos vermeintlich selbstbewusst zur Rolle der Ukraine bei den Bemühungen um einen Friedensvertrag mit Moskau. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verriet vor Journalisten Inhalte eines "vertraulichen Dokuments", das demnach Forderungen Kiews an die Adresse der EU in Brüssel "in einer bisher ungekannten Dimension" beinhalte. Orbán kommentierte dazu auf X, dass Ungarn "dafür NICHT bezahlen" werde, um weiter wörtlich anzukündigen:
"Unser Volk wird nicht zur Kasse gebeten."
Die internationale Politik samt Thinktanks und Lobbyisten versammelte sich in dieser Woche für fünf Tage im schweizerischen Davos auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF). Die ungarische Tageszeitung Hungary Today informiert zu den brisanten Enthüllungen am Abschlusstag:
"'Die Führung der Europäischen Union hat die Forderung der Ukraine nach 800 Milliarden Dollar akzeptiert, was effektiv zu einer massiven Verschuldung der EU führen wird', sagte Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag in Brüssel nach einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU."
Das "vertrauliche" Dokument, das neben weiteren EU-Mitgliedern auch die ungarische Delegation erhalten habe, beinhalte auch die Pläne, "wie diese Summe aufgebracht werden soll, was im Wesentlichen bedeutet, dass Schulden gemacht werden müssen", erklärte der Premierminister.
Orbán führte weiter aus, dass die Ukraine zudem die EU darüber informiert hat, dass in den nächsten Jahren zusätzliche "700 Milliarden Dollar für Militärausgaben" benötigt würden, was die surreale Gesamthöhe von 1,5 Billionen Euro Steuerbelastungen für EU-Bürger bedeuten würde. Dazu heißt es unmissverständlich auf X seitens des Premiers:
"Die Brüsseler Bürokraten nahmen diese Forderungen mit Begeisterung auf: 800 Milliarden Euro für die Ukraine, plus weitere 700 Milliarden Euro für die Militärausgaben der Ukraine in den nächsten zehn Jahren. Hören Sie mir jetzt gut zu: Ungarn wird dafür NICHT bezahlen. Unser Volk wird nicht zur Kasse gebeten."
Vor den Journalisten gab Orbán zudem weiter zu Protokoll:
"Ich glaube nicht, dass es in den nächsten hundert Jahren ein Parlament in Ungarn geben wird, das für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union stimmen wird."
Die Berliner Zeitung berichtet zu den brisanten Informationen Orbáns:
"In Brüssel wollte sich niemand zu der überraschenden Mitteilung äußern. Ein Insider sagte der Berliner Zeitung, man habe beobachtet, dass vor allem russische Medien die Aussagen Orbáns verbreitet hätten. Der Insider: 'Wir wissen ja, dass Orbán eine besondere Beziehung zum Kreml unterhält.'"
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ließ lediglich auf X mitteilen, dass sie sich in Davos "mit einer überparteilichen Delegation des US-Kongresses getroffen" hätte, um "unsere gemeinsamen Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine" zu diskutieren. Weiter heißt es:
"Dieser Prozess profitiert von einer starken Koordinierung zwischen der EU und den USA, von Sicherheitsgarantien bis hin zu einem Weg zum Wohlstand."
Eine öffentlich bestätigte Meldung, dass von der Leyen und Selenskij in Davos ein formelles persönliches Treffen nur zu zweit abgehalten hätten, oder die Veröffentlichung eines offiziellen gemeinsamen Fotos, lag bis zum Abschluss des WEF nicht vor – anders als in den Jahren zuvor.
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