Medien: Kreml schickt Sonderbeauftragten Dmitrijew nach Davos

Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, wird diese Woche laut Medienmeldungen am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos Gespräche mit US-Delegierten führen. Das mögliche Treffen in der Schweiz wäre das fünfte Aufeinandertreffen von Dmitrijew mit Witkoff und Kushner.

Mehrere Medienberichte, darunter seitens der Agentur Reuters und des US-Portals Axios, informieren über ein sich anbahnendes Treffen zwischen Gesandten des Kremls und Washingtons im schweizerischen Davos. Im Rahmen des gestern gestarteten diesjährigen WEF soll dabei Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, erneut mit den Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner aufeinandertreffen.

Der Journalist Barak Ravid, Korrespondent für das US-Portal Axios und CNN-Analyst, schrieb terminierend gestern in einem X-Beitrag zu seinen Informationen:

"Putins Gesandter Kirill Dmitrijew wird sich morgen in Davos mit den Gesandten von Präsident Trump Steve Witkoff und Jared Kushner treffen, um den Friedensplan der USA zu besprechen, wie eine informierte Quelle bestätigt."

Die Nachrichtenagentur Reuters beruft sich lediglich auf zwei ungenannte Quellen, laut denen der russische Sonderbeauftragte "in dieser Woche in den Schweizer Ferienort Davos reisen wird und am Rande des Weltwirtschaftsforums mit Mitgliedern der US-Delegation Treffen abhalten wird".

Zuvor hatte am Wochenende der ukrainische Unterhändler Rustem Umerow Reuters-Mitarbeitern gegenüber erklärt, dass mögliche Gespräche mit US-Vertretern "über eine Lösung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges mit Russland diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) fortgesetzt würden", so Reuters ergänzend.

Das Nachrichtenportal Politico konnte wiederum in Erfahrung bringen (Bezahlschranke), dass die für Mittwoch angesetzten direkten Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und den Köpfen der "Koalition der Willigen" eventuell ohne ukrainische Beteiligung stattfinden könnten. Dazu heißt es:

"Der Mittwoch wird ebenfalls ein wichtiger Tag sein, da sich die Führer der 'Koalition der Willigen' mit Trump treffen werden. Sie werden ihn um seine Unterstützung für die Sicherheitsgarantien bitten, die Anfang dieses Monats in Paris für die Ukraine nach dem Krieg ausgearbeitet wurden und Teil der umfassenderen Friedensgespräche unter Führung der USA sind."

Bislang jedoch hätte das Weiße Haus, so der Politico-Artikel, noch kein bilaterales Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij angesetzt oder bestätigt.

US-Präsident Trump wird dieses Jahr wieder persönlich an der WEF-Jahresversammlung teilnehmen, nachdem er letztes Jahr nur per Videokonferenz eine Rede gehalten hatte. Er wird dabei von einer großen US-Delegation begleitet.

Der Kreml hat vor dem Davos-Termin lediglich erklärt, dass Moskau sich weiterhin darauf vorbereite, die US-Gesandten Witkoff und Kushner zu Friedensgesprächen über die Ukraine in Moskau zu empfangen, dafür jedoch noch kein Termin festgelegt worden sei.

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